DER KONSUL

Musikalisches Drama von Gian Carlo Menotti . Text vom Komponisten
In deutscher Sprache

 

GROSSES HAUS

PREMIERE 03.02.2018

MUSIKTHEATER

 

Musikalische Leitung Uwe Sandner

Regie René Zisterer

Bühne Agnes Hasun

Kostüme Michael D. Zimmermann

 

Wir befinden uns irgendwo in Europa. Auf der Flucht vor der Geheimpolizei muss der Widerstandskämpfer John Sorel seine Heimat verlassen. Damit sie ihm auf offiziellem Wege folgen kann, überredet er seine Frau Magda, auf dem Konsulat ein Visum zu beantragen. Anders als von John vorhergesagt, öffnen sich für Magda bei Nennung seines Namens dort jedoch keine Türen. Wie so viele andere verzweifelte Menschen gerät sie auf dem Konsulat in die Mühlen einer seelenlosen Bürokratie. Wochenlang wird sie hingehalten. Als sie schließlich sehen muss, dass die Geheimpolizei gute Kontakte zum Konsul unterhält, ist der letzte Funke Hoffnung erloschen. Desillusioniert und entkräftet gibt Magda den Kampf auf.

Der 1950 in Philadelphia uraufgeführte Konsul traf damals den Nerv der Zeit und ist auch heute noch von erschreckender Aktualität. Denn obwohl Menotti durch persönliche Erlebnisse zur Auseinandersetzung mit diesem politischen Thema angeregt wurde, wandte er sich nicht gegen ein konkretes Regime. Sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Konsul ist für ihn eine „Anklage gegen Tyrannei in jeglicher Form“. In dem ungemein fesselnden Opernthriller bewies der Italo-Amerikaner, der die Operntradition seiner Heimat mit musikalischen Einflüssen der neuen Welt verband, sein großes musikdramatisches Talent.

Die szenische Umsetzung von Menottis bedeutendstem Werk, das zum ersten Mal am TLT zu sehen sein wird, liegt in den Händen des Tiroler Regisseurs René Zisterer, der hier zuletzt Turandot inszenierte.

 

Sekretärin:

Der Name ist eine Nummer,

die Geschichte ist nur ein Fall.

 

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