DER PROZESS

Schauspiel nach dem Roman von Franz Kafka

 

KAMMERSPIELE IN DER MESSE

PREMIERE 05.03.2017

SCHAUSPIEL

 

Regie Philipp Jescheck

Bühne & Kostüme Michele Lorenzini

 

„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Josef K. weiß weder weshalb noch von wem er verhaftet wurde. Er weiß nur, er ist verhaftet, ein Prozess ist gegen ihn im Gange und er kann nichts dagegen tun. Unschuldsbeteuerungen helfen ihm genauso wenig wie Verteidigungsversuche. Sein ganzes, bisher tadellos erfolgreich geführtes Leben ändert sich mit einem Schlag. Er kann an nichts anderes mehr als an seinen Prozess denken, ist nicht einmal fähig zu arbeiten. Die Undurchschaubarkeit der Bürokratie des dubiosen Gerichts, dessen Absurditäten, angefangen bei den skurrilen Orten, Beamten und Frauen – dies alles hält ihn gefangen, ja scheint nur dafür gemacht zu sein, ihn immer weiter hineinzuziehen in den Strudel aus Angst, Unsicherheit und Manipulation. Und doch wird man das Gefühl nicht los, dass Josef K. hier eigentlich einen Prozess gegen sich selbst führt. Klar, dass der nicht zu gewinnen ist …

Gespenstisch gut gelang es dem studierten Juristen Franz Kafka in einer gespenstischen Zeit – der Roman entstand in den Jahren 1914.15 – Räume für Verunsicherungen und Ängste zu schaffen, die Logik auszuhebeln und eine unfassbare Geschichte fassbar zu machen. Langsam wird man Zimmer für Zimmer hineingezogen in den Bann des seelenlosen Gerichts und so zum Zeugen, wie ein Mensch sich immer mehr verliert in einer Welt, die jeglichen Sinn entbehrt. Kafkas Universum kommt als vierter Teil der Reihe „Große Epen“ auf die Bühne der Kammerspiele.

 

PRESSESTIMMEN

 

Philipp Jescheck hat für die Innsbrucker Kammerspiele in der Messe eine spritzige und kluge Interpretation von Franz Kafkas Roman erdacht, Slapstickeinlagen und Kopulationsszenen inklusive. Bestechend ist Michele Lorenzinis Bühnenbild. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus für einen sehenswerten Abend. (Der Standard)

 

Friedrichs Spiel, sein Anrennen, Taumeln und Torkeln ist beeindruckend. In mörderischer Taktung rücken ihm Mit- und Gegenspieler auf den Leib: Kristoffer Nowak, Hans Danner, Jan-Hinnerk Arnke und Sara Nunius gestalten gleich mehrere Rollen zu nuancierten Miniaturen aus: eine marodierende Meute, die nicht locker lässt – und alle Erklärung schuldig bleibt.

(Tiroler Tageszeitung)

 

Jescheck hebt in seiner Version die grotesk-humoristischen Züge des Werks hervor und bleibt trotzdem beklemmend und spannend. Das fünfköpfige Ensemble vollbringt wirklich eine sehr bewundernswerte Leistung.

(Die Krone)

 

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© Video Fabian Schiffkorn

 

PREISGRUPPE KD