DER RICHTER UND SEIN HENKER

Schauspiel nach dem Roman von Friedrich Dürrenmatt
Bühnenbearbeitung von Matthias Kaschig

 

KAMMERSPIELE

PREMIERE 03.05.2014

SCHAUSPIEL

 

Regie Alexander Schilling

Bühne & Kostüme Julia Scholz

 

Vor vielen Jahren schloss der todkranke Kommissar Bärlach mit dem Verbrecher Gastmann eine Wette ab. Während Bärlach behauptete, dass durch die menschliche Unvollkommenheit die meisten Verbrechen zwangsläufig zu Tage kommen müssten, war Gastmann davon überzeugt, das „perfekte Verbrechen“ begehen zu können. Vor den Augen Bärlachs stieß er einen Unbeteiligten von einer Brücke. Trotz der Hinweise des Kommissars wurde Gastmann nicht zur Rechenschaft gezogen. Als ein Kollege ermordet wird, sieht Bärlach endlich die Chance, Gastmann nach all den Jahren zu überführen und lenkt den Verdacht auf ihn. Doch bald schaltet sich die höchste politische Ebene des Landes ein, um Gastmann aus den Ermittlungen herauszuhalten, da dessen verschwiegenes Wirken für die Wirtschaftselite eminent wichtig ist. Da lässt Bärlach in einem raffinierten Spiel den eigentlichen Täter zum Henker werden.

Der Richter und sein Henker ist einer der berühmtesten Kriminalromane der Literaturgeschichte. Mit ihm etablierte Dürrenmatt den Typ des älteren, bedächtigen und souveränen Ermittlers. In der Theaterfassung von Matthias Kaschig werden erzählte Passagen geschickt mit direkter Rede verwoben und ergeben so ein ganz eigenes Stimmungsbild der Geschichte um die Verstrickung von Verbrechen, Politik, Bürgertum und Behörden. Nach Jenseits von Eden ist dies die zweite Produktion in unserer Reihe „Große Epen“.

 

BÄRLACH:

ABER WENN ICH IHN AUCH NICHT SAH, KAUM SEINEN ATEM HÖRTE, ICH WEISS, WER ES GEWESEN IST. ICH WEISS ES; ICH WEISS ES.