DER STURM

Schauspiel von William Shakespeare . Deutsch von Erich Fried

 

GROSSES HAUS

PREMIERE 01.10.2016

SCHAUSPIEL

 

Regie Susanne Schmelcher

Bühne Helfried Lauckner

Kostüme Markus Spatzier

Musik Viola Kramer

 

Prospero, Mailands rechtmäßiger, aber gewaltsam vertriebener Herrscher, hat sich vor vielen Jahren mit seiner Tochter Miranda auf eine Insel retten können. Dort machte er sich kraft seines überlegenen Wissens die Geister untertan. In seinem Namen entfachen sie, allen voran der Luftgeist Ariel, nun einen fürchterlichen Sturm. Der soll das Schiff, auf dem sich seine einstigen Gegner befinden, in Seenot bringen und die Menschen an den Strand der Insel spülen. Denn Prospero will Rache. Rache für seine Entmachtung und Vertreibung. Nichts überlässt er dem Zufall, zieht lustvoll die Fäden. Am Ende gibt es ein Liebespaar wie aus dem Bilderbuch. Die großspurigen Machthaber Mailands und Neapels bekommen einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Und die beiden Saufkumpane Stephano und Trinculo – ein Geniestreich shakespearescher Komödienkunst – haben zwar den Ureinwohner Caliban und damit einen Trumpf auf ihrer Seite, blamieren sich aber trotzdem bis auf die Knochen. Prospero hat alles erreicht, was er wollte – oder nicht?

Shakespeares über 400 Jahre altes Stück hält mehr als nur ein Rätsel bereit. Seine geisterhaften Erscheinungen und wundersamen Klänge bringt das gleiche Team auf die Bühne, das die mit dem Nestroy ausgezeichnete Produktion Anna Karenina verantwortete. Dabei interessiert sich die Regisseurin Susanne Schmelcher vor allem für die Machtgier, die fast alle Figuren umtreibt, den harten Kampf um die Herrschaft und deren Kehrseite – die Freiheitswünsche der Unterdrückten.

 

PRESSESTIMMEN

 

Dichte Bilder aus Bühnenaction und Livevideos: Regisseurin Susanne Schmelcher lässt Shakespeares „Sturm“ wuchtig durch das Tiroler Landestheater toben. (Der Standard)

 

Mit der Inszenierung von Shakespeares „Der Sturm“ gelang dem preisgekrönten „Dreamteam“ rund um Susanne Schmelcher erneut ein großer Wurf. (Die Krone)

 

Vor maritim-raffinierten Bühnenbild (Helfried Lauckner) und in romantischen Punk-Kostümen (Markus Spatzier) gelingt Susanne Schmelcher ein vielschichtiger Theaterabend. (20er)

 

Zauberhaft ist die Regie-Idee, Ariel bei seinen Gehirnwäsche-Manövern in einen instrumentalen Klangkäfig zu stecken, der über dem Geschehen schwebt – hier springt der magische Funken über. (Tiroler Tageszeitung)

 

ALONSO:

MIR WAR`S, ALS OB DIE WOGEN ZU MIR SPRÄCHEN,

DER WIND SANG ES MIR ZU, UND AUCH DER DONNER,

DIE TIEFE GRAUENHAFTE ORGELPFEIFE,

RIEF MIR DEN NAMEN PROSPEROS!

 

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