RIENZI, DER LETZTE DER TRIBUNEN

Große tragische Oper von Richard Wagner . Text vom Komponisten
Eine Koproduktion mit dem Pfalztheater Kaiserslautern
Beginn jeweils 18.00 Uhr

 

GROSSES HAUS

PREMIERE 19.05.2018

MUSIKTHEATER

 

Musikalische Leitung Lukas Beikircher

Regie Johannes Reitmeier

Bühne Thomas Dörfler

Kostüme Antje Adamson

 

Sie gehört nicht zum Kanon der vielgespielten Musikdramen von Richard Wagner und war auch noch nie am TLT zu erleben: seine dritte Oper Rienzi. Ein Großteil der Partitur entstand in Paris. Da der Komponist sich dort eine Uraufführung erhoffte, orientierte er sich an der damals beliebten Grand Opéra, die das Publikum insbesondere durch imposante Chorszenen begeisterte. Doch bereits in diesem Frühwerk ist Wagners eigene Handschrift zu erkennen: Er arbeitet mit Leitmotiven, entführt in seine eigenen Klangwelten und beweist sein Talent als Musikdramatiker.

Der Titelheld, dem der römische Politiker und päpstliche Notar Cola di Rienzi (1313–1354) als Vorbild diente, ist nicht unumstritten. Zunächst feiert ihn das Volk als Retter aus der Tyrannei zweier verfeindeter Patrizierfamilien. Auf Rienzis Seite hat sich auch der Adelige Adriano geschlagen, der sich in dessen Schwester Irene verliebt hat. Durch seine Entscheidungen macht sich der Tribun jedoch zunehmend unbeliebt und selbst die treuesten Gefährten wenden sich von ihm ab. In einem dramatischen Finale findet er schließlich den Tod.

Was für ein Mensch ist dieser Rienzi? Ist er ein von inneren Konflikten zerrissener, unterlegener Held? Oder ein machtversessener Herrscher, der seine gerechte Strafe erhält? Welche Diskrepanz besteht zwischen der privaten und der öffentlichen Person? Diesen und weiteren spannenden Fragen stellt sich Intendant Johannes Reitmeier in seiner Inszenierung. Für die optische Umsetzung des spektakulären Bühnengeschehens sorgen die Ausstatter Thomas Dörfler und Antje Adamson.

 

Rienzi:

Nun denn! Rom mach‘ ich groß und frei,

aus seinem Schlaf weck‘ ich es auf;

und jeden, den im Staub du siehst,

mach‘ ich zum freien Bürger Roms.

 

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