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Gustav Mahler
Symphonie Nr. 6 a-Moll
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Zum 100. Todesjahr Gustav Mahlers dirigiert Georg Fritzsch die 6. Symphonie, deren Uraufführung beim Essener Tonkünstlerfest im Mai 1906 der Komponist selbst leitete. Rätsel gibt bis heute die Grundstimmung der Symphonie auf, die häufig den Beinamen „Tragische“ trägt, der ihr nicht von Mahler selbst gegeben wurde. Die Jahre ihres Entstehens waren eine besonders glückliche Phase in seinem Leben. Beruflich befand er sich als Hofoperndirektor und international gefragter Dirigent auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Vielfach ist die über der Musik liegende Tragik als eine Art Vorausahnung dramatischer Ereignisse gedeutet worden. Weltpolitisch zeichneten sich der Erste Weltkrieg und die großen Revolutionen ab, privat standen Mahler mit dem plötzlichen Tod seiner Tochter 1907, der Diagnose seiner schweren Herzkrankheit und einer beruflichen Sinnkrise harte Schicksalsschläge bevor.
In der Musik liegt das Übermächtige, Schicksalhafte, gegen dessen Wirkung der Mensch nicht mehr ankämpfen kann und sich nach langem Kampf im Finale der Symphonie dem Scheitern ergibt. Die Entwicklung ist auf dieses Ende, einen Finalsatz gewaltigen Ausmaßes, hin angelegt, und lässt das Geschehen in den ersten Sätzen fast wie ein Vorspiel wirken.
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