Oper

La Gioconda

Premiere am 25.11.2017

Großes Haus

Oper von Amilcare Ponchielli . Text von Tobia Gorrio (= Arrigo Boito) nach Victor Hugos Drama „Angelo, tyran de Padoue“ . In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Eine Koproduktion mit dem Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.

Aufführungsdauer ca. 3h. Pause nach dem 2. Akt

Einführung eine halbe Stunde vor Beginn im Pausenfoyer

Matinee
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Inhalt

Das Instrumentalstück Tanz der Stunden hat längst Einzug in die Konzertsäle gehalten. Maria Callas‘ Interpretation machte die Bravourarie Suicidio! einem breiteren Publikum bekannt. Doch das Werk, aus dem diese Musiknummern stammen, führt nach wie vor ein Schattendasein im Opernrepertoire. Auch in Innsbruck war es bisher noch nicht zu erleben: Amilcare Ponchiellis La Gioconda. Dabei zog der Komponist, ein Zeitgenosse Verdis, gekonnt alle Register der Opernkunst und bannte die Zuhörer mit effektvollen Massenszenen, grandiosen Arien und leidenschaftlichen Duetten, zu denen fein instrumentierte Gesänge einen gelungenen Kontrast bilden.
Dazu kommt eine dramatische Handlung, ein Liebes- und Intrigenkarussell, in dem die Titelfigur, die Straßensängerin „La Gioconda“, von widerstreitenden Gefühlen gequält wird. Sie muss erfahren, dass das Herz des von ihr geliebten Enzo schon lange Laura gehört. Ausgerechnet ihrer Rivalin verdankt Giocondas Mutter aber ihr Leben. Letztendlich siegt Giocondas Dankbarkeit über ihre Rachegelüste. Sie verhilft dem Liebespaar zur Flucht und bezahlt dafür mit ihrem Leben.

Für Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme konnte das Duo Alexandra Szemerédy und Magdolna Parditka gewonnen werden. Die Ungarinnen feiern seit einigen Jahren mit ihren spannenden Bühnenkonzepten europaweit Erfolge. Mit ihrer Lesart von La Gioconda, die den privaten Konflikten, entsprechend der Vorlage Victor Hugos, eine zusätzliche politische Dimension verleiht, ist ihnen ein Opernabend gelungen, der einen tiefen Eindruck hinterlässt.

 

Gioconda:
„So sei es! In dieser furchtbaren Stunde
Was bleibt mir übrig
Als Tod durch eigne Hand?
Dann wird verstummen
Des Herzens Sehnen
Und dann wird enden
Mein Leiden, mein Schmerz.“

Besetzung

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Chor & Extrachor & Statisterie des Tiroler Landestheaters
Tanzensemble (Choreografische Einstudierung nach einer Choreografie von Martin Chaix: Randy Diamond)

Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel)

Foto Rupert Larl

Chor, Tanzensemble

Foto Rupert Larl

Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

Elena Mikhailenko (La Gioconda), Jennifer Feinstein (Laura, Ehefrau von Alvise)

Foto Rupert Larl

Dominic Barberi (Alvise Badoèro), Jennifer Feinstein (Laura, Ehefrau von Alvise)

Foto Rupert Larl

Dominic Barberi (Alvise Badoèro), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

 

Ensemble

Foto Rupert Larl

 

Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel), Elena Mikhailenko (La Gioconda), Dominic Barberi (Alvise Badoèro)

Foto Rupert Larl

Viktor Antipenko (Enzo Grimaldo), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

Elena Mikhailenko (La Gioconda), Viktor Antipenko (Enzo Grimaldo), Jennifer Feinstein (Laura, Ehefrau von Alvise)

Foto Rupert Larl

Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel), Chor

Foto Rupert Larl

Anna Maria Dur (La Cieca, Giocondas Mutter), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

Dominic Barberi (Alvise Badoèro), Jennifer Feinstein (Laura, Ehefrau von Alvise), Tanzensemble, Chor

Foto Rupert Larl

 

Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

Jennifer Feinstein (Laura), Viktor Antipenko (Enzo Grimaldo), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

 

Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel), William Tyler Clark (Isèpo, ein Schreiber), Viktor Antipenko (Enzo Grimaldo), Elena Mikhailenko (La Gioconda), Chor

Foto Rupert Larl

Elena Mikhailenko (La Gioconda), Anna Maria Dur (La Cieca, Giocondas Mutter), Jennifer Feinstein (Laura, Ehefrau von Alvise), Dominic Barberi (Alvise Badoèro), Marian Pop (Barnaba, ein Spitzel)

Foto Rupert Larl

 

Anna Maria Dur (La Cieca, Giocondas Mutter), Elena Mikhailenko (La Gioconda)

Foto Rupert Larl

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Pressestimmen

Der neue Merker

„Am Tiroler Landestheater hat sich ein Ensemble zusammengefunden, das den hohen gesanglichen und darstellerischen Ansprüchen vollauf entspricht. […] Ein Tanzensemble […] sorgte für sportiven Aufputz (nach einer Choreographie von Martin Chaix, für das TLT eingerichtet von Randy Diamond) und eine ungewohnte, aber brillant-durchdachte Umsetzung des viel strapazierten ‚Stundentanz‘ unter Einbeziehung des gesamten Ensembles. Toller Einfall – mehr soll nicht verraten werden. […] In Summe: ein absolut lohnender Abend auf Großstadtniveau.“

Tiroler Tageszeitung

„Stimmenfest im Spitzelstaat. […] Mit aller Heftigkeit und Zartheit, dem melodischen Schwelgen und den Kontrasten zwischen Glanz und Grauen, Festlichkeit und Dunkel […] agiert ungemein souverän der italienische Maestro Francesco Rosa. Das Orchester gibt ihm bereitwillig seine Farbenpracht. […] Große Stimmen, intensiver gestalterischer Einsatz.“

Krone

„Enttäuscht waren jene, die sich von der Inszenierung ein bisschen venezianisches Flair erhofft hatten. […] Doch diese auf die Spitze getriebene Anti-Ästhetik stiftet im Rahmen eines in allen Details konsequent umgesetzten und schlüssigen Regiekonzepts durchaus Sinn. Szemerédy/Parditka heben hervor, dass eine Liebestragödie à la ‚Gioconda‘ nur in einem diktatorischen Gesellschaftssystem der gegenseitigen Bespitzelung möglich ist – und genau das entspricht der Intention der Textvorlage.“

Münchner Merkur

„Genau gearbeitet ist diese Aufführung über weite Strecken, gerade in ihren Montagen von Intimität und Massenmoment. […] Warum ‚La Gioconda‘ das Aschenputtel des frühen Opern-Verismo sein muss, erschließt sich nach dieser Premiere jedenfalls nicht.“