Schauspiel

Was wir wollen

Uraufführung . Premiere am 19.11.2017

K2 in der Werkstatt

Schauspiel von Teresa Dopler

Aufführungsdauer 80 Minuten. Keine Pause

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Inhalt

Helene, Sofia und Wolf fahren nach Andalusien. Sie wollen das Haus ihrer Mutter verkaufen, die dort kürzlich verstorben ist. Ein dänisches Paar ist interessiert, doch plötzlich wollen die drei gar nicht mehr weg aus Andalusien. Aus sicheren Verhältnissen kamen sie hierher, nun ist vieles im Umbruch, Neues tut sich auf. Ist es da nicht richtig auszusteigen, und sei es nur auf Zeit? Doch auch das ist nicht so leicht. Wie sagt es ein anderer Aussteiger so treffend: „Wir schlafen gut und so lange wir wollen, wir müssen nicht aufstehen und zu keiner Arbeit gehen, wir arbeiten nur an uns selbst, ununterbrochen und gewissenhaft, wir sind unsere einzige Baustelle.“ Diese Form der Selbstbespiegelung kann sich Juan nicht leisten. Er ist einer der vielen Feldarbeiter vor Ort, und als Sofia ihn kennenlernt, treffen sich zwei Welten: die Einheimischen und die Fremden.

Teresa Dopler, geboren 1990 in Linz, schreibt Theaterstücke sowie Hörspiele und lebt in Wien. Dort studierte sie unter anderem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst sowie Romanistik. Ihre Texte wurden in Anthologien und Zeitschriften wie „Falter“, „Die Rampe“ oder „Jenny“ veröffentlicht, ihre Werke beispielsweise 2014 beim Festival für Kurztheater „MIMAMUSCH“ und im Theater Drachengasse in Wien aufgeführt. Sie erhielt Literatur-, Dramatiker- und Reisestipendien, eine Talentförderungsprämie des Landes Oberösterreich und wurde für den Osnabrücker Dramatikerpreis 2015 nominiert.

Wolf:
„Will ich Ina, will ich ein Kind, will ich Kaffee, vielleicht will ich etwas ganz anderes.“

Besetzung

Raphael Kübler (Aussteiger), Ulrike Lasta (Sofia)

Foto Rupert Larl

Matthias Tuzar (Wolf), Ulrike Lasta (Sofia), Marion Fuhs (Helene)

Foto Rupert Larl

Ulrike Lasta (Sofia), Matthias Tuzar (Wolf), Marion Fuhs (Helene)

Foto Rupert Larl

Ulrike Lasta (Sofia), Matthias Tuzar (Wolf), Marion Fuhs (Helene)

Foto Rupert Larl

 

Raphael Kübler (Feldarbeiter), Ulrike Lasta (Sofia)

Foto Rupert Larl

Raphael Kübler (Juan), Ulrike Lasta (Sofia), Matthias Tuzar (Wolf)

Foto Rupert Larl

Raphael Kübler (Juan), Matthias Tuzar (Wolf), Ulrike Lasta (Sofia)

Foto Rupert Larl

 

Matthias Tuzar (Wolf), Marion Fuhs (Helene), Ulrike Lasta (Sofia), Raphael Kübler (Dänin)

Foto Rupert Larl

Ulrike Lasta (Sofia), Marion Fuhs (Helene), Matthias Tuzar (Wolf)

Foto Rupert Larl

 

Matthias Tuzar (Wolf), Marion Fuhs (Helene)

Foto Rupert Larl

Matthias Tuzar (Wolf), Marion Fuhs (Helene)

Foto Rupert Larl

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Pressestimmen

nachtkritik.de

„Was wir wollen“ hat Teresa Dopler ihr Stück genannt, dabei ist das letzte, was ihre Figuren wissen, was sie wollen. Sie sind Aussteiger, zum Teil in zweiter Generation, serielle Neuanfänger, hoffnungslose Selbstsucher, Flüchtlinge. Sie wissen bloß, was sie nicht wollen, nicht mehr aushalten. Ihre Fantasie vom Ankommen ist eine Utopie, denn sobald das Neue zum Status quo wird, möchten sie nur noch weg. […] Doplers Buch gibt es her, dass man ernst auf die Figuren blickt, ihre Egozentrik, ihr Selbstmitleid, ihre Verantwortungsallergie bis über die Ekelgrenze zeichnet. Regisseurin Verena Schopper hat sich zum Glück entschieden, die ganze Komik aus dem Text zu holen, die die Autorin zweifellos mitgedacht hat.

Der Standard

Ganz nebenbei, verborgen unter flapsiger Leichtigkeit, führt Dopler die hässliche Fratze der unerträglichen sozialen Missstände vor. So tuckert unbedarft ein Pensionistenpaar in seinem Luxuswohnmobil durch die Lande, auf Schnäppchen-Jagd nach Immobilien. Da passiert es, dass etwas über den Haufen gefahren wird, und man hofft, dass es nur ein Hund gewesen ist.

Und andererseits der Dunkelhäutige: Er ist Feldarbeiter unter Plastikplanen und gurgelt Düngemittel, um seine Zähne weiß zum Leuchten zu bringen. […] Verena Schopper hat leichtfüßig inszeniert. Berechtigter Jubel für die Uraufführung.