Großes Haus Premiere 28.05.2005 |
Regie:
Bühne und Kostüme:
|
|
Hans Escher
Maria Frenzel |
|
 |
|
| |
Komödie von Ödön von Horváth |
|
| |
Als eine Art Fortsetzung von Beaumarchais schrieb Ödön von Horváth 1936 seine schwarze Komödie „Figaro läßt sich scheiden“ und verlegte das bekannte Personal ins Zeitlose: Die Revolution hat stattgefunden, Graf und Gräfin Almaviva sind geflohen – und Figaro? Aus alter Treue folgt er mit seiner Susanne den Herrschaften in die Emigration. Doch das luxuriöse Leben hat ein Ende; Figaro macht sich mit einem Frisiersalon selbständig und wird mehr und mehr zum Spießer. Als er Susanne das heißersehnte Kind verweigert, verläßt sie ihn. Inzwischen haben sich in der Heimat die revolutionären Wogen wieder geglättet. Auf dem Schloß Almavivas endet die Geschichte der geographischen und menschlichen Irrfahrten des Dieners Figaro und seiner geliebten Susanne.
„Unter der in dieser Komödie stattfindenden Revolution ist nicht die große Französische von 1789 gemeint, sondern schlicht nur eine jegliche Revolution, denn jeder gewaltsame Umsturz läßt sich in seinem Verhältnis zu dem Begriff, den wir als Menschlichkeit achten und mißachten, auf den gleichen Nenner bringen. In der ‚Hochzeit des Figaro‘ wetterleuchtete die nahe Revolution, in ‚Figaro läßt sich scheiden‘ wird zwar voraussichtlich nichts wetterleuchten, denn die Menschlichkeit wird von keinem Gewitter begleitet, sie ist nur ein schwaches Licht in der Finsternis. Wollen es immerhin hoffen, daß kein noch so starker Sturm es auslöschen kann.“ (Ödön von Horváth)
|
|
| |
|
|