Kammerspiele Premiere 16.03.2003 |
Regie
Bühne
Kostüme |
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Klaus Rohrmoser
Bettina Munzer
Alexia Engl |
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Theaterstück von Matthias Kessler | Frei nach dem Gerichtsprotokoll: „Der Prozeß des Völkermörders Amon Göth“ |
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MenschenMörder ist ein Stück über das Böse und seine Anziehungskraft, eine Szenen-Collage, die in zwei Zeiten spielt: Das Gestern ist der authentische Prozeß gegen Amon Göth, den KZ-Kommandanten aus Schindlers Liste. Das Stück zeigt den mitleidlosen Herrenmenschen, der in der Oberwelt die Maske des charmanten Gastgebers, des draufgängerischen Liebhabers und verschwenderischen Männerfreundes von Oskar Schindler überstreift, der jedoch in der Unterwelt, im Lager und in den Ghettos, sein wahres Wesen offenbart und dort einen Hedonismus des Bösen lebt. August 1946: Im Gerichtssaal kämpfen die Augenzeugen um ihre Glaubwürdigkeit. Denn der Angeklagte zieht alles in Zweifel. Zwischen dem Staatsanwalt und Amon Göth entwickelt sich ein Duell. Rückhaltlos konfrontiert er Göth mit der Wahrheit und torpediert die psychologische Macht, die der gefürchtete Kommandant noch immer über seine Opfer hat.
In diese Szenen des Gestern werden Sequen-zen von Heute montiert: Die attraktive TV-Journalistin Puzi von Schayn dreht mit ihrem Team einen Film über Amon Göth, im Auftrag eines deutschen Senders. Puzi ist eine karrieresüchtige Spezialistin: Sie will mit ihrem „Psychogramm eines Massenmörders" Fernseh-Geschichte schreiben. Dabei wird die Gier der Fernsehmaschinerie zu ihrer eigenen. Die Anziehungskraft des Bösen wird nun nicht mehr von der Angst, darin unterzugehen, zurückgehalten.
MenschenMörder ist eine spannende Montage mit unterschiedlichen Zeitebenen und verschiedenen Medien: Teile des Stückes sind als Filmsequenzen zu sehen, andere als Theaterszenen. Bislang verschollen geglaubte Archivaufnahmen von Amon Göth verstärken den dokumentarischen Charakter des Stückes.
"Wenn sie an mich denken, zittern sie. Tag und Nacht. Ihre Angst vererben sie an ihre Kinder und Kindeskinder. Amon Göth verfolgt sie bis in alle Ewigkeit. Das ist Macht."
Amon Göth, kurz vor seiner Hinrichtung
Einführungs-Matinee am 9. 3. 03 um 11.00
„Ich muß doch meinen Vater lieben, oder?“ - Stückeinführung und Diskussion mit Monika Göth, der Tochter von Amon Göth, und dem Stückautor Matthias Kessler. Dieser veröffentlichte im vergangenen Jahr ein Buch über die Tochter Amon Göths, das mittlerweile auf der Bestsellerliste an oberster Stelle steht.
Stückbezogene Veranstaltungsreihe
26. 3. 03
15.00 – 16.30 Spuren jüdischen Lebens in Innsbruck – Führung durch die Stadt mit Dr. Horst Schreiber
28. 3. 03
Nach(t)gespräch im Anschluß an die Vorstellung im Foyer der Kammerspiele – mit dem Stückautor Matthias Kessler, Bettina Munzer (Ausstattung), Klaus Rohrmoser (Regie & Schauspieldirektor am TLT)
2. 4. 03
16.00 – 17.30 Führung durch die Innsbrucker Synagoge und historischer Rückblick über das Judentum in Tirol mit Dr. Esther Fritsch, israelitische Kultusgemeinde Ibk
18.00 – 19.30 Diskussionsrunde mit Dr. Esther Fritsch, Israelitische Kultusgemeinde Innsbruck, Dr. Winfried Garscha, Dokumentationsarchiv des Österr. Widerstands, Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka, Univ. Innsbruck, Regisseur Klaus Rohrmoser und A.Univ.-Prof. Dr. Klaus Zerinschek, Univ. Innsbruck
Nähere Auskünfte und Anmeldungen bei Mag. Christine Kammel, 0512.52074.358 bzw. 0664.3010458
[l=http://oe1.orf.at]Club Ö1[el] Ermäßigung an den Vorstellungsterminen:
22. März, 2., 11. und 12. April 2003
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