Ein verwirrter Geist

| Blogbeitrag

In seinem Schauspiel nach einer Erzählung von Franz Kafka durchlebt Max Simonischek mit schier unglaublicher Intensität das Labyrinth eines Bewusstseins, das weder Halt noch Ruhe findet.

Max Simonischek ist jenseits seiner berühmten Eltern längst ein Star. Er spielte u. a. am Wiener Burgtheater, an den Münchner Kammerspielen, bei den Salzburger Festspielen, den Bregenzer Festspielen und am Deutschen Theater Berlin. Er arbeitet mit Regisseur*innen wie Andreas Kriegenburg, Andrea Breth, Stephan Kimmig, Johan Simons und Jan Bosse. Außerdem steht er regelmäßig für Film und Fernsehen vor der Kamera, etwa als Kommissar in der eigenen ZDF-Reihe Laim oder in Kinofilmen wie Der Verdingbub.

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„Ich habe den Bau eingerichtet und er scheint wohlgelungen“, so beginnt Kafkas Erzählung. Der Text aus dem Jahr 1923/24 ist das Protokoll einer unterirdischen Welt, in der Glück und Paranoia eng verschwistert sind. Er beschreibt die Perspektive eines Wesens, das sich in einem fortwährenden Ausnahmezustand befindet, gerichtet gegen die Außenwelt, gegen mögliche Eindringlinge, gegen das Fremde. Der Bau ist eine Parabel über die Gesellschaft, die permanent Risiken schafft, indem sie diese zu verhindern sucht. Wie in allen Erzählungen Kafkas wird auch hier der Protagonist von den Konsequenzen seines Handelns und Denkens unerbittlich vor sich hergetrieben.

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Max Simonischek verkörpert dieses Wesen mit jeder Faser seines Körpers, er lebt dessen Erfahrungen kongenial nach und zieht die Zuschauer*innen unablässig in seinen Bann. 2015 für das Zürcher Neumarkt Theater produziert, zeigte Max Simonischek Kafkas Der Bau bereits u. a. am Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen sowie am Schauspiel Frankfurt. Jetzt ist er in dieser Glanzrolle auch am Tiroler Landestheater Innsbruck zu erleben.


Der Bau

Schauspiel von Max Simonischek nach der Erzählung von Franz Kafka.

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