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EuregioDramaLab: Kreative Grenzgänger:innen ausgezeichnet
Das Tiroler Landestheater, die Vereinigten Bühnen Bozen und die Centrale Fies riefen in der Spielzeit 23/24 das grenzüberschreitende und multidisziplinäre Projekt EuregioDramaLab ins Leben, um die künstlerische Zusammenarbeit mit Unterstützung der Euregio zu stärken. Künstler:innen aus Tirol, Südtirol und dem Trentino wurden im August 2024 dazu eingeladen, ihre Ideen für grenzüberschreitende Theaterprojekte einzureichen. Die Resonanz war beeindruckend: 25 Bewerber:innen präsentierten eine breite Vielfalt an Projekten, die die kulturellen, sprachlichen und künstlerischen Facetten der Region widerspiegeln. Die Einreichungen reichten von musikalischen Formaten über lyrische Werke bis hin zu konkreten Stückvorschlägen mit u.a. gesellschaftspolitischen und sehr persönlichen Themen. Besonders bemerkenswert war die sprachliche Bandbreite der Künstler:innen, von denen viele bis zu vier Sprachen beherrschen. Elisabeth Schack, Co-Direktorin des Schauspiels am Tiroler Landestheater, Projektverantwortliche und Mitglied der Jury, zeigte sich begeistert: „Wir waren überwältigt von der Qualität und Vielfalt der eingereichten Projekte. Es war eine Freude, aus einer so hochkarätigen Fülle wählen zu dürfen.“
Die Jury, bestehend aus Vertreter:innen der drei beteiligten Institutionen und drei Mentor:innen, wählte im September die Gewinner:innen Thomas Posch (Tirol), Maria Christina Hilber (Südtirol) und Laura Venturini (Trentino). Neben einem Preisgeld von 2.500,00 Euro erhalten diese die Möglichkeit, ihre Projekte über ein Jahr hinweg im Austausch mit Kolleg:innen und Mentor:innen am Tiroler Landestheater, den Vereinigten Bühnen Bozen und Centrale Fies weiterzuentwickeln. Dabei werden sie von erfahrenen Mentor:innen aus den drei Regionen begleitet und nehmen an Workshops in Innsbruck, Bozen und Dro teil, um ihre künstlerischen Profile zu schärfen.
Thomas Posch widmet sich in seinem Projekt der Geschichte des ehemaligen Piratensenders „Radio Brenner“, der in den 1980er Jahren sowohl rechtlich als auch technisch Grenzen überschritt. Posch, der derzeit für den Österreichischen Kabarettpreis nominiert ist, freut sich besonders auf die Zusammenarbeit: „Ideen wachsen, wenn man sie teilt. Es ist eine Ehre, an diesem Austausch teilzunehmen.“ Ihm ist in der Entwicklung seines Projektes der in Bozen geborene und international erfolgreiche Regisseur, Schauspieler und Künstler Benno Steinegger als Mentor zur Seite gestellt. Die Südtiroler Gewinnerin Maria Christina Hilber entwickelt ihr Polidrama Im Land der Geneigten (eine Aufrichtung) unter der Betreuung der Innsbrucker Schauspielerin und Regisseurin Michaela Senn und im Trentino wird Laura Venturini von Elisa Di Liberato/Mali Weil unterstützt. Irene Girkinger, Intendantin des Tiroler Landestheaters, sieht im EuregioDramaLab „eine wunderbare Chance für das TLT sich als europäisches Landestheater zu positionieren und weiterzuentwickeln.“
Das erste EuregioDramaLab findet vom 23. bis 25. Oktober 2024 an den Vereinigten Bühnen Bozen statt. Man darf gespannt sein, wie sich die Projekte bis zum letzten Theaterlabor in Innsbruck im Oktober 2025 weiterentwickeln.
Nähere Informationen zum Projekt und den Gewinner:innen finden Sie auf der Projektwebsite https://www.landestheater.at/produktion/drama-lab/
Mit Unterstützung der Europaregion Euregio: Tirol-Südtirol-Trentino
In Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Bozen und Centrale Fies
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