Symphoniekonzert

2. Symphonie­konzert

Saal Tirol

Konzerteinführung um 19.15 Uhr im Foyer

DIRIGENT Kerem Hasan
VIOLINE Arabella Steinbacher

Programm

REIFE UND PATHOS

LUDWIG VAN BEETHOVEN
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61

PJOTR ILJITSCH TSCHAIKOWSKI
Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

 

Im zweiten Symphoniekonzert begrüßen die Musiker*innen des TSOI und ihr Chefdirigent Kerem Hasan die Geigerin Arabella Steinbacher. Sie zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit und ist bekannt für ihr vielfältiges Repertoire. In Innsbruck widmet sie sich Beethovens einzigem Violinkonzert, das – trotz seines eher holprigen Starts nach der Uraufführung – heute aus dem Geigen-Repertoire und den Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken ist. Das interpretatorisch höchst anspruchsvolle Werk gilt zugleich als Prüfstein für die künstlerische Reife der Ausführenden.

Das einleitende Paukenmotiv gibt den Takt für den ausladenden ersten Satz vor, ehe Beethoven im Mittelsatz (Larghetto) den damals so beliebten Romanzenton anschlug. Eine Solokadenz leitet zum tänzerischen Rondo-Finale über, dem obligate Hornpartien einen Hauch von Jagdcharakter verleihen. Nach temporeichen Dialogen zwischen Violine und Orchester wird das Soloinstrument nochmals virtuos und brillant in Szene gesetzt. Genauso wie Beethoven war auch Pjotr Iljitsch Tschaikowski ein Meister des musikalischen Pathos. Tschaikowskis sechste Symphonie trägt den Beinamen Pathétique sowie Züge eines Requiems – so empfand es auch der Komponist selbst. Mit einem langsamen, getragenen Adagio am Ende – statt eines zu jener Zeit üblichen triumphalen Allegrosatzes – verzichtet Tschaikowski gewissermaßen auf die Wiedererrichtung des schönen Scheins als Abschluss und riskiert ein subjektiv wahrhaftiges, ästhetisch offenes Schlusswort.

 

 

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