Schauspiel

Die zwölf Geschworenen

Premiere am 18.04.2020

Großes Haus

Schauspiel von Reginald Rose . Für die deutsche Bühne dramatisiert von Horst Budjuhn

Regie Thomas Krauß
Bühne & Kostüme Helfried Lauckner

Inhalt

Es ist der heißeste Tag des Jahres. Ein Gewitter liegt in der Luft. Und es ist der letzte Tag eines Mordprozesses mit schier erdrückender Beweislast: Ein Jugendlicher aus schwierigen Familienverhältnissen soll im Streit seinen Vater erstochen haben. Die Anklage präsentierte zwei glaubhafte Zeugen der Tat.

Reginald Roses Stück setzt mit dem Ende der Verhandlung ein, als sich die Geschworenen in einen von der Außenwelt abgeschlossenen Raum zur Beratung zurückziehen. Elf der Geschworenen sind sich sofort einig und plädieren für schuldig. Einer jedoch stellt sich gegen die Mehrheit: Die Entscheidung über Leben und Tod eines Menschen ist ihm mindestens eine faire Diskussion wert. Das Unverständnis der Mitgeschworenen ist zunächst groß. Es entspinnt sich eine hitzige, emotionale Debatte in deren Verlauf die Mauer der Vorurteile und schnellen Schlussfolgerungen brüchig wird.

In strenger Einheit von Zeit, Ort und Handlung hält Reginald Rose mit seinem spannenden Gerichtsdrama ein leidenschaftliches Plädoyer gegen menschliche Voreingenommenheit und leichtfertige Kategorisierung. Basierend auf einem authentischen Fall, gelingt ihm ein subtiles Psychogramm, das ursprünglich als Fernsehspiel konzipiert und 1957 für das Kino (u. a. mit Henry Fonda) verfilmt wurde. In der Bearbeitung des deutschen Drehbuchautors, Dramaturgen und Übersetzers Horst Budjuhn eroberte es die Theaterbühne.

Eine Geschichte über demokratische Zivilcourage am Beispiel eines einzelnen, der sich gegen die Mehrheit stellt und mit Ruhe und Geduld für seine Überzeugung eintritt.

 

Nr. 8: Es kann sein, dass wir einen Verbrecher in die Gemeinschaft zurückführen. Aber wir haben einen begründeten Zweifel, und darin liegt eine unschätzbare Sicherheit für unser ganzes System.