Schauspiel

Faust

Premiere am 07.10.2017

Großes Haus

Der Tragödie Erster Teil von Johann Wolfgang von Goethe

Aufführungsdauer ca. 3 Stunden. Eine Pause

Matinee
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Inhalt

Nur wenige Werke der deutschsprachigen Literatur – ausgenommen vielleicht Luthers Übersetzung der Bibel – bieten einen solchen Fundus an Zitaten und Redewendungen, die es ins allgemeine Sprachgedächtnis geschafft haben: „Verweile doch, du bist so schön.“ – „Das also ist des Pudels Kern!“ – „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“ Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Jeder kennt also Goethes „Faust“? Ja – und nein. Denn die Vielschichtigkeit von diesem Opus Magnum überrascht dann doch immer wieder. Spielorte sind Studierzimmer und Studentenkneipe, Hexenkeller und Walpurgisnacht, Dom und Gefängnis, Garten und Schlafstube. Ganz unmittelbar beschreibt Goethe den Drang, diesen einen perfekten Moment zu finden, der allem einen Sinn zu geben vermag: die Ruhelosigkeit und stetige Flucht vor der Realität; die Verlockungen des Lebens; die Verzweiflung über das Zerbrechen einer großen Liebe; den Schmerz des Verrats. Zeitlose Themen, die nach wie vor aktuell sind.

Nach Schillers Die Räuber und Lorcas Bernarda Albas Haus inszeniert der Intendant des Landestheaters, Johannes Reitmeier, einen weiteren großen Klassiker. Zusammen mit seinem künstlerischen Team aus den genannten Produktionen wird er Goethes Werk auf die Bühne bringen.

 

Mephisto:
„Von Sonn‘ und Welten weiß ich nichts zu sagen,
Ich sehe nur, wie sich die Menschen plagen.
Der kleine Gott der Welt bleibt stets von gleichem Schlag, und ist so wunderlich als wie am ersten Tag.“

Besetzung

Andreas Wobig (Faust)

Foto Rupert Larl

Kristoffer Nowak (Wagner), Andreas Wobig (Faust)

Foto Rupert Larl

Andreas Wobig (Faust), Christoph Schlag (Mephisto)

Foto Rupert Larl

Matthias Tuzar (Schüler), Christoph Schlag (Mephisto)

Foto Rupert Larl

Kristoffer Nowak (Brandner), Jan Schreiber (Frosch), Matthias Tuzar (Siebel), Janine Wegener (Würstelfrau), Christoph Schlag (Mephisto), Raphael Kübler (Altmeyer)

Foto Rupert Larl

Janine Wegener (Hexe), Christoph Schlag (Mephisto)

Foto Rupert Larl

Matthias Tuzar (Schüler), Christoph Schlag (Mephisto)

Foto Rupert Larl

Christoph Schlag (Faust)

Foto Rupert Larl

Ronja Forcher (Gretchen), Christoph Schlag (Faust)

Foto Rupert Larl

Andreas Wobig (Mephisto), Antje Weiser (Marthe)

Foto Rupert Larl

Ronja Forcher (Gretchen), Christoph Schlag (Faust)

Foto Rupert Larl

hinten: Andreas Wobig (Mephisto), Ayla Antheunisse (Walpurgisnachthexe), Janine Wegener (Hexe), Christoph Schlag (Faust). vorne: Statisterie (Walpurgisnachtfiguren)

Foto Rupert Larl

vorne: Raphael Kübler (Valentin), Ronja Forcher (Gretchen). hinten: Statisterie (Volk)

Foto Rupert Larl

Ronja Forcher (Gretchen)

Foto Rupert Larl

Ronja Forcher (Gretchen)

Foto Rupert Larl

Ronja Forcher (Gretchen), Andreas Wobig (Faust)

Foto Rupert Larl

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Pressestimmen

Krone

Vor Johann Wolfgang von Goethe geht Intendant Johannes Reitmeier nicht in die Knie! Im Gegenteil! […] Dabei schafft er aus dem Heute eine aktuelle Sicht auf das Alte — und setzt so neue Dimensionen! […] Eines steht fest: An dieser „Faust“-Produktion scheiden sich die Geister. Schon in der Pause wurde heftig diskutiert. Ablehnung oder Begeisterung — ein Dazwischen gibt es bei diesem „Faust“ nicht.

StadtBlatt Innsbruck

Allein durch die Besetzung ist TLT-Intendant Johannes Reitmeier schon ein Coup gelungen. Ronja Forcher ist als Margarete schlichtweg eine Sensation an Präsenz und sprachlicher Ausdruckskraft […]. Andreas Wobig und Christoph Schlag sind als Faust/Mephisto ein kongeniales Duo, dies umso mehr, als sie ja nach Fausts Verjüngung die Rollen tauschen.

Tiroler Tageszeitung

Bereits im ersten Teil des knapp dreistündigen Abends verlegt Reitmeter die berühmte Szene in Auerbachs Keller an einen eher schlecht beleumundeten Würstelstand, was wohl nur die ausgewiesensten Aktualisierungs-Verweigerer empören dürfte. Dass am Budel nebst ökonomischer Verwahrlosung (Jan Schreiber, Matthias Tuzar und Kristoffer Nowak) auch die ideologische in Gestalt eines Nazi-Skins (Raphael Kübler) lehnt und von der Würstelfrau (Janine Wegener) Billigbier auftischen lässt, ergibt erstaunlich viel Sinn. Schon Weltliterat Goethe führte durch seine Zecher-Figuren auch die Nationalismen seiner Zeit vor. Man mag zwar „keinen Franzen leiden“, säuft aber dessen Wein.