Tanztheater

Lorca

Uraufführung / Premiere am 18.12.2020

Kammerspiele

Tanzstück von Enrique Gasa Valga. Libretto von Enrique Gasa Valga und Katajun Peer-Diamond.

CHOREOGRAFIE & REGIE Enrique Gasa Valga
BÜHNE Helfried Lauckner
KOSTÜME Andrea Kuprian

Spartenpartner

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Inhalt

Als Lyriker und Dramatiker, als Musiker und Zeichner zählt Federico García Lorca zu Spaniens vielfältigsten und faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten. Seit seiner Ermordung zu Beginn des Spanischen Bürgerkrieges reißen die Spekulationen um seinen Tod und sein Leben nicht ab, und sein Werk besitzt bis heute außergewöhnliche Strahlkraft. In der Rückschau erscheint er dabei wie in mehrere Persönlichkeiten gespalten und mit mehreren Gesichtern ausgestattet: einem fröhlichen, vergnügten, das die Freunde kennen; einem ernsthaften, das sich im Zusammenhang mit der Arbeit und in Interviews zeigt; einem oftmals gequälten und düsteren, wenn es um Liebe und Leidenschaft geht. Zurückzuführen ist dies vor allem wohl auf seine Homosexualität, die, gepaart mit der katholischen Prägung seiner Kindheit, zur damaligen Zeit kaum zu überwindende Selbstzweifel und eine große innere Zerrissenheit verursacht haben muss.

Eine zentrale Antriebskraft in Lorcas Dramen ist das Begehren: Jemand begehrt, meist ohne sein „Objekt“ genau benennen zu können, was die Unerfüllbarkeit immer schon mit einschließt. Auch die Gedichte thematisieren immer wieder das Begehren, testen die Grenzen dessen aus, was sagbar ist, und stoßen dabei ständig auf die Leere.

In seinem Tanzstück spürt Enrique Gasa Valga gemeinsam mit der Tanzcompany diesem facettenreichen Künstlerleben nach.

 

Theater ist Poesie, die aus dem Buch steigt und menschlich wird, wobei sie spricht und schreit, weint und verzweifelt.

Federico García Lorca

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