Oper

Mignon

Premiere am 06.04.2019

Großes Haus

Oper von Ambroise Thomas . Text von Jules Barbier und Michel Carré

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Einführung eine halbe Stunde vor Beginn im Pausenfoyer

Matinee am 31.03.2019

Inhalt

Der große Erfolg der Vertonung von Goethes Faust bewog das Autorenduo Jules Barbier und Michel Carré, ein weiteres Werk des deutschen Dichters in ein Opernlibretto umzuwandeln. Als Quelle diente ihnen nun der Roman Wilhelm Meisters Lehrjahre. Die Komposition lag in den Händen von Ambroise Thomas, der bereits einiges Ansehen genoss. Ähnlich wie bei Faust rückten die Autoren die Frauenrolle in den Vordergrund.

Mignon heißt das junge Mädchen mit der geheimnisvollen Vergangenheit, das sich unsterblich in Wilhelm Meister verliebt, der mehrmals zu ihrem Retter wird. Doch er gerät in die Fänge der verführerischen Schauspielerin Philine. Erst im Laufe der Zeit wächst seine Zuneigung zu Mignon. Ist es Liebe oder Mitleid? Finden die beiden zueinander? – Das hängt ganz davon ab, welche der vier Schlussfassungen man für die Aufführung wählt. Da sich der Tod Mignons, wie Goethe ihn vorsah, für die Gattung der Opéra comique nicht eignete, erfanden die Franzosen ein versöhnliches Ende, das in drei unterschiedlichen Varianten vorliegt. Es gibt allerdings auch eine Fassung mit tragischem Ausgang.

1866 an der Pariser Operá-Comique uraufgeführt, wurde Mignon alsbald zum Welterfolg. Das Werk lebt von seinem lyrischen Grundcharakter, der subtilen, farbenreichen Instrumentation und den graziösen, eingängigen Melodien, darunter Mignons populäre Romanze „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn“. Die Figur der Mignon, die zum Inbegriff romantischer Sehnsucht wurde, betritt nun nach über 100 Jahren erstmals wieder die Bühne des TLT.

 

 

Nur wer die Sehnsucht kennt,
weiß, was ich leide!