Ballettoper

Orphée et Euridice

Großes Haus

Orpheus und Eurydike .  Ballettoper von Christoph Willibald Gluck . Text von Ranieri de’ Calzabigi, für die französische Fassung adaptiert von Pierre Louis Moline . In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

 

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Inhalt

Orpheus und Eurydike – Ballettoper von Christoph Willibald Gluck. Text von Ranieri de‘ Calzabigi, für die französische Fassung adaptiert von Pierre Louis Moline. In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Wiederaufnahme

Sie zählt zu den großen Liebesgeschichten der Weltliteratur: die Tragödie von Orpheus und Eurydike. Wenige Tage nach der Hochzeit stirbt die junge Frau durch einen Schlangenbiss. Orpheus erhält die Möglichkeit, seine geliebte Gattin aus der Unterwelt zurückzuholen unter der Bedingung, dass er sie auf dem Rückweg nicht ansieht. Doch Orpheus gelingt es nicht, Eurydikes verzweifeltem Flehen standzuhalten, und somit verliert er sie für immer. So erzählt der römische Dichter Ovid die Geschichte in seinen Metamorphosen. Der Opernkomponist Christoph Willibald Gluck und sein Librettist Calzabigi jedoch gönnten dem Liebespaar ein Happy End. Gluck schrieb zunächst eine italienische Fassung für Wien. Doch erst mit der für Paris entstandenen Version von 1774 konnte er einen überwältigenden Erfolg erzielen. Orphée et Euridice erzeugt gerade durch klassizistische Einfachheit und Klarheit, fern von dem selbstgefälligen Stimmvirtuosentum der Entstehungszeit, einen hohen Grad an Wahrhaftigkeit und Emotionalität. Die Fassung, in der dem Ballett eine handlungstragende Rolle zufällt, kam im Mai 2017 am Tiroler Landestheater in einer besonderen Umsetzung auf die Bühne. Denn die Inszenierung lag in den Händen von Enrique Gasa Valga. Mit seinem Ensemble und den ausdrucksstarken Mitteln des Tanzes erschuf der Direktor der Tanzcompany rund um die drei Gesangsprotagonisten Orpheus, Eurydike und Amor die ebenso stimmungsvollen wie gegensätzlichen Welten der Erde, des Hades und des Elysiums.

 

Orphée:
Euridice n’est plus,
et je respire encore!
Dieux, rendez-lui la vie
ou donnez-moi la mort!
(Euridice ist nicht mehr,
und ich atme noch!
O Götter, gebt ihr das Leben zurück
oder bringt mir den Tod!)

Besetzung

Tanzcompany & Chor des Tiroler Landestheaters
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

Aco Aleksander Bišćević (Orphée), Susanne Langbein (Euridice), Brígida Pereira Neves, Sophia Theodorides (L’Amour) © Rupert Larl

Tanzcompany, Chor © Rupert Larl

Aco Aleksander Bišćević (Orphée), Sayumi Nishii © Rupert Larl

Tanzcompany © Rupert Larl

Tanzcompany, Chor © Rupert Larl

Aco Aleksander Bišćević (Orphée), Chor © Rupert Larl

Tanzcompany © Rupert Larl

Samuel Maxted, Tanzcompany © Rupert Larl

Susanne Langbein (Euridice), Aco Aleksander Bišćević (Orphée) © Rupert Larl

Aco Aleksander Bišćević (Orphée), Sophia Theodorides (L’Amour), Susanne Langbein (Euridice), Chor © Rupert Larl

Aco Aleksander Bišćević (Orphée), Tanzcompany, Chor © Rupert Larl

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Pressestimmen

Salzburger Nachrichten

„Schöne Körper wirbelten über die Bühne, die Musik befand sich in gutem Gleichgewicht zum Bühnengeschehen und umgekehrt, und man kam nicht darum hin, die eine oder andere Träne zurückzuhalten oder gar zu vergießen, wenn gar zu schön gelitten und geliebt wurde. Vor allem der gesanglich wunderbar agierenden Susanne Langbein nahm man jedes Gefühl und jede Träne sofort ab.“

Tiroler Tageszeitung

„Standing Ovations am Tiroler Landestheater für die von Enrique Gasa Valga tänzerisch und von Seokwon Hong musikalisch gestaltetet Gluck-Oper. […] Gasa Valga […] zeigt teilweise eine für ihn neue Bewegungssprache und gleicht sie, ganz nah und nie überbordend, der Musik und ihrer Gemessenheit, aber auch der Gefühlslage der handelnden Personen und, mit leichtem Humor, den Naturschilderungen an. […] Bis er seine Tänzer und Tänzerinnen in den Hades führt. Dort herrscht Dunkel, Qual, Verzweiflung und Verzerrung der Körper. Die Tänzer stellen das atemberaubend an Stangen dar, es gelingt ihnen, über den akrobatischen Aspekt hinaus, inhaltlich zu bleiben. […] Aco Aleksander Bišćević lässt sich als Orphée auf Bewegung und ungewöhnliche Posen ein und überrascht mit weichem, rundem und schönem Klang als so genannter Haute-contre, eine heute höchst seltene Tenorart.“

Kronenzeitung

„Die Premiere […] wurde zu einem Triumph für Enrique Gasa Valga, der sich erstmals als Regisseur präsentierte, und dem gesamten Ensemble – ein Gesamtkunstwerk! […] Mit seiner ersten Regiearbeit versteht er es mit Bravour, die Sänger in das choreografische Geschehen einzubinden. Und was er mit dem Chor schafft – das ist Spitzenarbeit! […] In starken eindringlichen Bildern transportiert Enrique Gasa Valga eine alte Oper in das Heute. […] Ein Glück mit Gluck!“