Kinder, Jugend & Familie

Post für den Tiger

[K2]

Kinderstück nach Janosch.

REGIE Verena Schopper
BÜHNE & KOSTÜME Julia Neuhold

Inhalt

Die beiden Freunde Tiger und Bär haben ein wirklich schönes Leben. Denn sie haben alles, was das Herz begehrt, und brauchen sich vor nichts zu fürchten. Der kleine Bär kann richtig gut kochen, es gibt jeden Tag herrlichen Fisch mit Salz und Pfeffer, Petersilie oder mit Zitrone und Zwiebel. Der kleine Tiger geht jeden Tag in den Wald Pilze finden.

Doch immer wenn der Bär am Fluss Fische fängt – einen fürs Abendessen und einen, dem er das Leben schenken kann –, dann ist der Tiger einsam. Sehr einsam. Zu nichts hat er Lust. Er hat keine Lust, die Stube zu fegen, keine Lust, Kartoffeln zu kochen und Feuer im Ofen will er auch nicht machen. Da hat er eine gute Idee: Sein Freund, der kleine Bär, könnte ihm doch einen Brief schreiben. Gegen die Einsamkeit.

Also nimmt der Bär Stift und Papier mit an den Fluss, fängt zwei Fische und schreibt einen Brief an seinen Freund, den kleinen Tiger. Aber wenn der Bär den Brief am Abend mitbringt und sowieso und persönlich und selbst zu Hause ist, dann will der Tiger den Brief auch nicht mehr. Der Bär muss einen Boten finden. Na, wer wäre da besser geeignet als der Hase mit den schnellen Schuhen? So bekommt der Tiger tatsächlich einen Brief von seinem Freund Bär. Seinen ersten Brief! Seine erste Post! Was für eine tolle Erfindung gegen Einsamkeit. Das macht das Leben wirklich noch viel schöner, deshalb nehmen wir Post für den Tiger wieder auf!

 

Immer, wenn du weg bist, bin ich so einsam. Schreib mir doch mal einen Brief aus der Ferne, damit ich mich freue, ja?

Tiger

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