Schauspiel

Supergute Tage

Wiederaufnahme am 24.09.2017

Kammerspiele in der Messe

oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone Schauspiel nach dem Roman von Mark Haddon . Bühnenfassung von Simon Stephens Deutsch von Barbara Christ .

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Inhalt

Wellington, der Nachbarshund, liegt tot auf dem Rasen, erstochen mit einer Mistgabel. Der 15-jährige Christopher, der mit seinem alleinerziehenden Vater in einer englischen Kleinstadt lebt, entdeckt ihn um sieben Minuten nach Mitternacht und gerät damit selbst unter Mordverdacht. Seine Unschuld ist schnell festgestellt, und somit sind die Ermittlungen der Polizei auch bereits abgeschlossen. Also beschließt Christopher, den Täter auf eigene Faust zu finden, was kein leichtes Unterfangen ist. Denn Christopher ist Autist, besitzt geniale Fähigkeiten auf dem Gebiet der Physik, kennt jede Primzahl bis 7507, aber der Umgang mit Menschen versetzt ihn in komplette Panik.

Mark Haddons Roman Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boonewurde 2003 auf Anhieb ein internationaler Bestseller und in England unter anderem mit dem renommierten Whitbread-Award ausgezeichnet. Die Bühnenbearbeitung von Simon Stephens erhielt sieben Olivier Awards, darunter den für das beste neue Stück. Der Abnabelungsprozess eines autistischen Jugendlichen von seinen Eltern und dem vertrauten Umfeld ist zugleich Krimi, aufwühlende Familiengeschichte und ein Gleichnis für die Schwierigkeit, erwachsen zu werden – dramatisch, emotional, berührend.

 

Mark Haddon:
Eine Diagnose kann praktische Hilfe nach sich ziehen. Aber um ein anderes menschliches Wesen zu verstehen, braucht es die Bereitschaft, miteinander zu sprechen und sich zuzuhören.

Besetzung

  • Christopher
  • Siobhan, Stimme, Passant, Zugpassagier
  • Ed, Stimme, Passant, Zugpassagier
  • Judy, Stimme, Passant, Zugpassagier
  • Polizistin, Stimme, Passant, Ticketverkäuferin, Mrs. Shears, Mrs. Alexander, Mrs. Gascoyne, Frau auf der Straße, Stadtplanverkäuferin, Londoner Polizistin, Eine Frau, Zugpassagier, Dame an Information
  • Polizist, Stimme, Passant, Bankomat, Reverend Peters, Bahnpolizist, Schaffner, Mann mit Socken, Telefonierender Mann, Roger, Zugpassagier

Gerhard Kasal, Christoph Schlag (Christopher) Copyright Rupert Larl

Christoph Schlag (Christopher), Ulrike Lasta (Siobhan) © Rupert Larl

Stefan Riedl (Ed), Christoph Schlag (Christopher) © Rupert Larl

Antje Weiser, Christoph Schlag (Christopher), Gerhard Kasal © Rupert Larl

Antje Weiser, Christoph Schlag (Christopher) Copyright Rupert Larl

Ulrike Lasta (Siobhan) © Rupert Larl

Stefan Riedl (Ed), Christoph Schlag (Christopher) © Rupert Larl

Christoph Schlag (Christopher), Sara Nunius (Judy) © Rupert Larl

Ensemble © Rupert Larl

Christoph Schlag (Christopher) © Rupert Larl

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Pressestimmen

Tiroler Tageszeitung

Es sind große Themen, die das Stück verhandelt: Heranwachsen, Fremdheitserfahrung, Vertrauensverlust, Überforderung, Klatsch und höhere Mathematik. Daraus kein Rührstück, sondern eine kluge Komödie zu machen, scheint zunächst einmal eine Gleichung mit bedrohlich vielen Variablen. Doch auch in den Innsbrucker Kammerspielen geht sie auf. […] Christoph Schlag liefert in der Hauptrolle eine bestechende Leistung ab. Ohne großes Chargieren und – vor allem – ohne irgendwelche „Rain-Man“-Mätzchen trägt er das Stück. […] Auch Schlags Mitspieler überzeugen: Stefan Riedl ringt als Vater sichtlich mich sich und seiner Aufgabe, allezeit die Ruhe zu bewahren. Sara Nunius berührt als Mutter, die sich um eine Wiederannäherung an ihren Sohn bemüht. Ulrike Lasta gelingt ein feines Porträt einer hochprofessionellen Schulpsychologin und Antje Weiser sorgt in gleich mehreren Rollen […] für supergute Stimmung.

Kronenzeitung

Die Bühnenausstattung (Anke Drewes) ist sparsam, aber effizient und fantasieanregend. […]

Ein Kompliment dem Regisseur Fabian Kametz, dem es stets gelingt, die Spannung zu fokussieren, aber auch dem Ensemble. Christoph Schlag als Christopher ist überragend gut, Stefan Riedl stellt überzeugend den verzweifelten Vater dar und Sara Nunius die überforderte Mutter.