Oper

The Fall of the House of Usher

Premiere am 10.11.2018

Kammerspiele

Der Fall des Hauses Usher . Oper von Philip Glass . Libretto von Arthur Yorinks und Philip Glass nach der gleichnamigen Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe . In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Aufführungsdauer ca. 1 Stunde 30 Minuten. Keine Pause

Einführung eine halbe Stunde vor Beginn im Pausenfoyer

Matinee am 04.11.2018
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Inhalt

Alarmiert durch einen Brief, in dem sein kranker Jugendfreund Roderick Usher ihn inständig bittet, ihm zu helfen, macht sich William auf, diesen im Stammschloss der Familie zu besuchen. Es wird ein bedrückender Aufenthalt: Rodericks Schwester Madeline wandelt – gezeichnet von einer mysteriösen Krankheit – wie eine Geistererscheinung durch die unwirtlichen Räume, und auch Roderick selbst ist offensichtlich psychisch und physisch zerrüttet. Die Situation spitzt sich dramatisch zu, als Madeline stirbt. Aber was für eine Krankheit hatte Madeline wirklich? In welchem Verhältnis stand sie zu ihrem Bruder? Und ist sie wirklich tot? Am Ende versinkt das Haus Usher für immer im Nichts.

In seiner Oper The Fall of the House of Usher aus dem Jahr 1988 fängt Glass die nervöse Atmosphäre der Erzählung Edgar Allan Poes mit den Mitteln seiner Musik ein. Die sich unaufhörlich fortschraubenden musikalischen Windungen ziehen das Publikum in den Sog der sich zuspitzenden Handlung. Nach und nach enthüllt sich die Geschichte eines durch inzestuöse Beziehungen degenerierten Geschlechts, das zwangsläufig untergehen muss.

Der amerikanische Komponist Philip Glass (*1937) ist sicherlich einer der populärsten Vertreter der sogenannten „Minimal Music“. Mit seinen Arbeiten für Oper, Tanz, Konzert und Film schlägt Philip Glass eine Brücke zwischen der klassischen Musiktradition und der modernen Popkultur. In Tirol kennt man besonders sein Stück Tirol Concerto for Piano and Orchestra zum im Jahr 2000 entstandenen Imagefilm Tirol – Land im Gebirg’ der Tirol Werbung.

 

Barrie Kosky:
Vielleicht werden die einzigen Stücke, die man aus unserer Zeit in fünfzig Jahren noch spielt, die Opern von Philip Glass sein, weil sie völlig neue musikalischen Strukturen und Erzählweisen ausprobiert haben.

Besetzung

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)

Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William)

Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William)

Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Dale Albright (Diener)

Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Dale Albright (Diener)Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Jon Jurgens (Roderick)

Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)

Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener)Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)

Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)Foto Rupert Larl

vorne: Alec Avedissian (William). hinten: Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)

Foto Rupert Larl

vorne: Alec Avedissian (William). hinten: Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Alec Avedissian (William)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)

Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Anna-Maria Kalesidis (Madeline)Foto Rupert Larl

Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Alec Avedissian (William)

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Jon Jurgens (Roderick), Dale Albright (Diener), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William), Jon Jurgens (Roderick)

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Dale Albright (Diener), Alec Avedissian (William), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Anna-Maria Kalesidis (Madeline)

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Anna-Maria Kalesidis (Madeline)Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick)

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Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)

Foto Rupert Larl

Alec Avedissian (William), Anna-Maria Kalesidis (Madeline), Jon Jurgens (Roderick)Foto Rupert Larl

Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Alec Avedissian (William)

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Dale Albright (Diener), Jon Jurgens (Roderick), Alec Avedissian (William)Foto Rupert Larl
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Pressestimmen

Deutschlandfunk

Die Philip Glass-Oper ist als erste Musiktheater-Premiere im neuen Haus eine exzellente Wahl, denn das gruselige Kammerspiel der vier Protagonisten geht durch die ausgezeichnete Akustik besonders unter die Haut, ebenso wie die sich in psychedelischen Kreisen steigernde Musik von Philip Glass. […] Dank der opulenten Kostüme von Markus Braunhofer und der sich alptraumhaft schnell verändernden Szenerie [von Michael D. Zimmermann] wird das Publikum in die schaurig-romantische Welt der Ushers hineingezogen.

O-Ton

Selten hat man so eine gelungene Einheit zwischen Bühne, Kostüme, Licht, Projektion und Inszenierung in einer Oper erlebt. Chapeau! Glass` Oper ist dafür wie geschaffen. Die Befürchtung, dass seine repetitive Musik irgendwann langweilig oder redundant werden könnte, erweist sich hier als unbegründet – im Gegenteil. Daran haben die vier Sängerdarsteller und das hier nur zwölfköpfige Tiroler Symphonieorchester unter Seokwon Hong erheblichen Anteil.

Tiroler Tageszeitung

Jon Jurgens legt sich mit seinem jungen Tenor und darstellerischer Intensität in die Partie des Roderick, ein schwieriges, gelungenes Debüt. Anna-Maria Kalesidis geht mit ihren Vokalisen durch die Szene, Alec Avedissian gibt den mutigen, stimmlich seriösen William. Die großartige Studie des den Verfall spiegelnden Dieners kommt von Dale Albright. […] Johannes Reitmeiers Inszenierung gelingt ein Kammerspiel aus dem Inneren der Figuren heraus, er durchläuft nahtlos die gesanglosen Passagen, geht auf Zimmermanns filmische Angebote ein, bleibt mehrdeutig und führt Roderick, der bis in die Haarspitzen Poes Beschreibung folgt, in den definierten Wahn.