Musiktheater

The Rape of Lucretia

Premiere am 19.06.2021

Kammerspiele

(Die Schändung der Lucretia)

Oper von Benjamin Britten. Text von Ronald Duncan nach einem Schauspiel von André Obey. In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

MUSIKALISCHE LEITUNG Kerem Hasan
REGIE Johannes Reitmeier
BÜHNE & KOSTÜME Michael D. Zimmermann

Matinee am 06.06.2021

Inhalt

Benjamin Britten gilt als bedeutendster Komponist Englands und als Begründer einer neuen Operntradition in seiner Heimat. Sein persönlicher Stil zeichnet sich durch die brillante Verbindung höchst unterschiedlicher musikalischer Richtungen aus, denen er eine eigene, charakteristische Note verlieh. Nicht selten tendierten seine Werke zu einer kleineren Besetzung – so auch seine 1946 entstandene Oper The Rape of Lucretia, die mit zwölf Orchestermusikern wie geschaffen ist für die Kammerspiele des Tiroler Landestheaters im Haus der Musik Innsbruck. Britten zitiert in seinem viel gespielten Werk die Musik des Frühbarocks und erweist dem großen Henry Purcell seine Referenz.

Im Mittelpunkt der Handlung, die auf eine römische Überlieferung aus dem 6. Jahrhundert vor Christus zurückgeht, steht Lucretia, die Frau des Feldherrn Collatinus. Gleichermaßen berühmt für ihre Schönheit wie für ihre Tugendhaftigkeit wird sie Opfer einer Vergewaltigung durch den Tyrannensohn Sextus Tarquinius und begeht daraufhin Selbstmord. In der Kunstgeschichte findet sich Lucretia als Titelheldin zahlloser Arbeiten mit dem Motiv der ehelichen Treue und geschändeten Keuschheit.

Für Intendant Johannes Reitmeier ist es die zweite Begegnung mit dem Werk, das er vor rund drei Jahrzehnten zum ersten Mal in Szene gesetzt hat. Brittens Kammeroper war noch nie zuvor am Tiroler Landestheater zu sehen.

 

Even great love’s too frail to bear the weight of shadows. No I’ll be forever chaste, with only death to ravish me. See, how my wanton blood washes my shame away.

Lucretia

Termine