Kinder, Jugend & Familie

Zigeuner-Boxer

Wiederaufnahme

Jugendstück von Rike Reiniger.

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Inhalt

Die Erinnerung quält Hans. Sie wächst in ihm, bis es in seinem Brustkorb immer enger wird und sein Herz herauszuspringen droht. Er will sie loswerden, die bedrückende Erinnerung an seinen Freund Ruki. Dabei sind auch schöne Erinnerungen dabei: Wie sie sich an Hans’ zwölftem Geburtstag kennenlernten. Wie sich ihnen im Boxclub eine neue, aufregende Welt eröffnete. Dass Ruki der bessere Boxer war, hat Hans nicht gestört. Gemeinsam feierten sie Rukis erste Erfolge, der „Zigeuner-Boxer“ und der blonde Hans.
Zur großen Karriere kam es aber nicht, weil im Nationalsozialismus Boxern wie Ruki, die „undeutsch“ kämpften, die Titel kurzerhand aberkannt wurden. Und auch Hans’ Freundschaft zu Ruki wurde auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

Die Vorlage für ihr bewegendes Klassenzimmerstück fand Rike Reiniger in der Biografie des Boxers und Sinto Johann „Rukeli“ Trollmann, der 1933 den Titel als deutscher Meister im Halbschwergewicht errang und 1944 in Wittenberge im KZ Neuengamme ermordet wurde.

Das mobile Klassenzimmerstück wurde in der Spielzeit 2017.18 mit Stefan Riedl als Hans über 80 Mal aufgeführt und erreichte damals über 1900 ZuschauerInnen, die Tiroler Tageszeitung urteilte: „In der Enge des Klassenzimmers nimmt Riedl die jugendlichen Zuschauer auf eine intensive und aufwühlende Reise in die Vergangenheit mit, die sichtlich Spuren hinterlässt. Es sind wichtige Spuren.“ So wichtige Spuren, dass Zigeuner-Boxer jetzt wiederaufgenommen wird.

 

Ich hab mich einfach rausgehalten und nichts gesagt. Was hätte ich daran ändern können?

Hans

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