Timna Brauer | © Max Moser

Timna Brauer

Geboren in Wien als Tochter des legendären österreichischen Malers Arik Brauer und der jemenitischen Israelin Naomi, war Timna Brauers Leben von Anfang an von kultureller Vielfalt geprägt. Sie verbrachte ihre formative Zeit pendelnd zwischen den pulsierenden Metropolen Paris, Wien und Israel.
Ihre künstlerische Laufbahn ist ein Mosaik aus fundierter Ausbildung und globalen Einflüssen: Während der Schulzeit am französischen Lyceum in Wien verfeinerte sie ihr Können in Gitarre, Klavier und Gesang am Wiener Konservatorium. Darauf folgte ein Studium der Musikwissenschaften an der renommierten Pariser Sorbonne, ergänzt durch Meisterkurse, die von Klassik und Jazz bis hin zu indischem Gesang reichten.
Durchbruch und internationale Karriere
Der entscheidende Moment kam 1986, als sie Österreich mit ihrer Solodarbietung beim Eurovision Song Contest vertrat. Dies war der Startschuss für eine internationale Karriere, in der sie sich konsequent dem Cross-Over verschrieb. Begleitet von Musikern aus aller Welt, schuf sie ihren ganz eigenen Sound, der Chansons, innovative Kinderprogramme und vor allem die reiche Vielfalt jüdischer Musik umfasste. Diese kreative Schaffenskraft mündete in der Produktion von bis dato rund 20 Alben.
Musiktheater und Friedensprojekte

Zuletzt stellte sie 2022 ihre Vielseitigkeit erneut unter Beweis, als sie im Haus der Musik Innsbruck mit Arnold Schönbergs anspruchsvollem Pierrot Lunaire debütierte.
Das Jahr 2025 markierte einen weiteren Höhepunkt: Im Rahmen der "Kinderklangwolke" feierte ihre Mini-Oper "Felix der Wörtersammler" vor über 3.000 Zuschauern im Donaupark Linz eine vielbeachtete Uraufführung.
Über die Jahre hinweg setzte sie ihre Stimme auch für den Frieden ein. Sie leitete die vielbeachteten Projeket "Voices for Peace“ und "Chant for Peace".Diese Begegnung mit den Mönchen von Heiligenkreuz wurde 2015 mit einer Goldenen Schallplatte ausgezeichnet.
In jüngster Zeit hat Timna Brauer ihre künstlerische Ausdrucksform erweitert und widmet sich intensiv der bildenden Kunst.

Heute leitet sie zudem das Museum ihres Vaters, Arik Brauer, in der eindrucksvollen Villa Brauer.