ConTakt © Tiroler Landesmuseen
Konzert & Extra

ConTakt - Alte Musik im Gespräch

Alte Musik im Gespräch
Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
Anreise
Dauer ca. 2 h, Keine Pause
  • Mittwoch 15.4.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €:8 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 28.5.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €:8 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 24.6.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €:8 / Ermäßigungen

Termine & Inhalt

EINLADUNG 10 JAHRE CONTAKT - ALTE MUSIK IM GESPRÄCH 

Wir feiern! Seit unglaublichen zehn Jahren gibt es unsere Musikvermittlungsreihe ConTakt – Alte Musik im Gespräch – auch dank Euch!

Gerne möchten wir diese zehn Jahre mit Euch Revue passieren lassen: Es gab großartige Gäste, wunderbare Musik und so manches Hoppala. Es gibt viel zu erzählen und natürlich auch einen Ausblick in die nächsten zehn Jahre… Livemusik ist bei uns ja immer dabei – und auch diesmal wird eine passende Festmusik geben.

Wir würden uns über Euer Kommen sehr freuen.

Turmbläser, Stadtpfeifer, Spielgrafen
Von und mit Ilse Strauß und Franz Gratl
Zu Gast: Die Innsbrucker Stadtturmbläser, Leitung: Nikolaus Walch
 

Hoch oben im Innsbrucker Stadtturm gibt es eine Türmerwohnung. Dort lebten die Stadttürmer, und aus dieser luftigen Höhe bliesen sie ihre Signale, die bis zum 20. Jahrhundert zum typischen Klangbild einer Stadt gehörten. Die Türmer waren in der Regel hochprofessionelle Multiinstrumentalisten, die auch bei Hof und auch sonst zu den unterschiedlichsten Anlässen aufspielten – und der Turm war auch eine der wichtigsten Stätten der Musikausbildung. Wir geben einen Einblick in die Tradition der Türmer (in anderen deutschen Städten auch Stadtpfeifer genannt). Die musikalische Gestaltung übernehmen die Innsbrucker Stadtturmbläser, die das reiche Erbe in die Gegenwart tragen.  

Historische Räume für die Musik in Innsbruck
Von und mit Ilse Strauß und Franz Gratl

Wo wurde früher in Innsbruck Musik gemacht? Wie sah die Stadt aus, wie die repräsentativen Musikräume? Wo wurde z. B. in der Hofburg vor dem Umbau durch Maria Theresia gespielt und gefeiert? Wo standen die Theaterbauten de 17. Jahrhunderts wirklich? In welchen Adelsresidenzen wurde aufgespielt? Welche Kirchen und Klöster gibt es gar nicht mehr? Welche Räume gibt es heute noch? Diesen Fragen gehen wir nach – und dazu wird allerhand Live-Musik serviert. 

Modo facile di suonare il sistro – die älteste Stabspielquelle
Idee, Konzept und Moderation: Ilse Strauß und Franz Gratl
Zu Gast: Philipp Lamprecht, Perkussionist

Der aus Südtirol stammende, vielseitige und  international erfolgreiche Musiker Philipp Lamprecht beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Xylophonschule des Giovanni Battista Ariosti mit dem Titel «Modo facile di suonare il sistro» (Bologna 1686). Während der Rekonstruktions- und Transkriptionsarbeit ist er auf zahlreiche interessante Zusammenhänge gestoßen, die wir in dieser Veranstaltung diskutieren. Mit dem Xylophon stellen wir ein Instrument ins Rampenlicht, das in der Regel ein wenig im Schatten steht.

Stainers Gegenspieler? Der Geigenbauer Georg
Zu Gast: Nina Pohn (Barockvioline), Alexander Gergelyfi (Cembalo), Günter Holzhausen, Violone-Spieler (per Online-Schaltung)

In der Regierungszeit Erzherzog Ferdinand Karls, einer Glanzzeit der Innsbrucker Hofkapelle, hatte nicht der früh international renommierte Jakob Stainer aus Absam das Amt des «erzfürstlichen Hof-Lauten- und Geigenmachers» inne, sondern der aus Füssen stammende Georg Seelos. Gerne wurde er daher zum intriganten Gegenspieler Stainers stilisiert. Wir begeben uns auf die Spurensuche nach authentischen Zeugnissen zu diesem eher weniger bekannten Meister. Als Gast begrüßen wir die Barockgeigerin Nina Pohn, die vor einiger Zeit ein sehr schönes Instrument von Georg Seelos erwerben konnte. Mit ihrem Musizierpartner Alexander Gergelyfi am Cembalo interpretiert sie auf diesem Instrument Musik, die in Innsbruck entstand, etwa Sonaten von Giovanni Antonio Pandolfi Mealli und Giovanni Bonaventura Viviani. Als weiteren Gast begrüßen wir per Online-Schaltung Günter Holzhausen, der als Professor für Kontrabass an der Hochschule für Musik und Theater tätig ist. Er stellt seinen Violone (ein Bassinstrument) von Georg Seelos – das einzige bekannte Instrument dieses Typs aus der Werkstatt des in Innsbruck tätigen Füssener Meisters. In unserer Veranstaltung widmen wir uns auch den Söhnen von Georg Seelos, Johann und Johann Georg: Ersterer erlangte Bedeutung als Lehrer eines heute außerordentlich hoch gehandelten Großmeisters des barocken Streichinstrumentenbaus, Matteo Gofriller, der in Venedig wirkte, eigentlich Matthäus Gfriller hieß und in der Nähe von Brixen geboren wurde.  

Besetzung

Konzeption & LeitungFranz Gratl

Schauen Sie sich an, was Sie alles verpassen könnten