ConTakt © Tiroler Landesmuseen
Konzert

ConTakt - Alte Musik im Gespräch

Alte Musik im Gespräch
Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
Anreise
Dauer ca. 2 h, Keine Pause
  • Mittwoch 21.10.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 4.11.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 2.12.26
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 25.2.27
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 31.3.27
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 21.4.27
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 2.6.27
    19.00 - 21.00 Uhr
    Haus der Musik Innsbruck, Kleiner Saal
    Preise €: 9 / Ermäßigungen

Termine & Inhalt

Otto Ulf – Musiker, Pädagoge und Visionär
Der Gründer der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im Fokus – mit Buchpräsentation

Idee, Konzept und Moderation: Ilse Strauß und Franz Gratl
Zu Gast: Georg Schmid, Weggefährte von Otto Ulf
Musikalische Gäste: Ehemalige Mitglieder des legendären «Innsbrucker Bläserkreises»

Im Mittelpunkt dieses Abends steht Otto Ulf (1907–1993). Er gehörte zu jenen herausragenden Musikern und Pionieren, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts die zunehmende Musealisierung des klassisch-romantischen Musikbetriebes als Einengung empfanden und sich in der Folge der Alten Musik zuwandten. Ulf tat dies mit erstaunlicher Konsequenz: Seine stets im besten Sinne «nachhaltigen» Initiativen zielten nicht nur auf die Wiederbelebung eines vernachlässigten Repertoires und vergessener Spielpraktiken ab, sondern von Anfang an auf eine umfassende, auch das vokale und instrumentale Laienmusizieren betreffende Hebung des Niveaus sowie auf die musikalische Grundbildung der Ausführenden. Seiner Vision einer Erneuerung des Musikbetriebes aus dem Geist der Alten Musik erwuchsen der «Innsbrucker Bläserkreis», der Verein «Cantare et sonare», die «Ambraser Schlosskonzerte» und schließlich die «Innsbrucker Festwochen der Alten Musik» mit ihrem Herzstück, der «Internationalen Sommerakademie für Alte Musik». Ulfs Werdegang, sein außerordentlich vielseitiges Wirken auf vielen Gebieten und die kulturpolitische Bedeutung seiner Initiativen stehen im Mittelpunkt dieses Abends im Kontext des 50-Jahr-Jubiläums der «Innsbrucker Festwochen der Alten Musik». Franz Gratl und Georg Schmid haben Ulf eine Buchpublikation gewidmet, die vor Kurzem im Universitätsverlag Wagner erschienen ist. Dieses Buch wird vorgestellt, dazu erklingt Musik von Mitgliedern des von Ulf gegründeten und lange geleiteten Innsbrucker Bläserkreises.

Philipp Hainhofer und die Musik
Ein reisender Kunsthändler als Musiker und Zeitzeuge

Idee, Konzept und Moderation Ilse Strauß und Franz Gratl
Laute
Alessandro Baldessarini

Das Reisetagebuch des Augsburger Kunsthändlers und Diplomaten Philipp Hainhofer ist eine schier unerschöpfliche Quelle zur europäischen Kulturgeschichte der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Der vielseitig humanistisch gebildete Kaufmann bereiste die Höfe, Residenzen und städtischen Zentren in ganz Mitteleuropa. Er war ein ungemein genauer Beobachter, der sich vor allem für Kunst, Kunsthandwerk und Musik interessierte. Seine Berichte über Aufenthalte am Innsbrucker Hof enthalten wertvolle Informationen zur Musikpflege und geben ein lebendiges Bild vom Glanz höfischen Lebens in der erzfürstlichen Residenzstadt. Philipp Hainhofer war auch Lautenist: Er hinterließ zwei umfangreiche handschriftliche Lautenbücher aus den Jahren 1603-04, die offenbar in Zusammenhang mit seinem eigenen Unterricht stehen und auch viele Intavolierungen protestantischer Choräle enthalten. Musik aus diesen Lautenbüchern, die in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrten Büchern bildet die musikalische Umrahmung unseres Hainhofer-Abends.

Abbildung: Der Instrumentenbauer Kaspar Tieffenbrucker, Porträt aus dem zweiten Lautenbuch des Philipp Hainhofer, © Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel

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