
Wort & Musik: Sonatas and Interludes
Sonaten von Mozart, Clementi, Satie, Cage und Schwitters
Programm
Wolfgang Amadeus Mozart Sonate C-Dur KV 545 «Sonata facile»
John Cage aus den «Sonatas and Interludes»
Muzio Clementi Sonatine C-Dur op. 36/1
Erik Satie Sonatine bureaucratique
Kurt Schwitters Ursonate
Inhalt
Florian Birsak wechselt virtuos vom historischen zum modernen Klavier, Rupert Huber führt rezitierend durch einen Abend quer durch die Jahrhunderte. Wolfgang Amadé Mozart macht den Beginn als Beherrscher der modernsten Klaviere seiner Zeit, mit einem Stück, dessen Titel Sonata facile – leichte Sonate – nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass es sich dabei um ein brillantes Stück in bester C-Dur-Laune handelt. John Cage, einer der Gurus der Avantgarde und ein grenzüberschreitender Allrounder der Künste, konnte auch geradezu altmeisterlich, aber hintersinnig komponieren. Muzio Clementi, ein älterer Zeitgenosse Mozarts, hat ein Wettspielen gegen diesen verloren – oder war es doch ein Unentschieden? –, aber er war ein famoser Pianist und Komponist. Erik Satie wollte Musik schreiben, die wie Möbel wirken sollte, aber seine satirischen Stücke stecken voll querdenkerischem Witz und überraschender Melodik. Kurt Schwitters schließlich feilte neun Jahre lang bis 1932 an seinem dadaistischen Lautgedicht Ursonate, das ganz ohne Klavier auskommt, aber doch einer viersätzigen klassischen Sonatenform folgt.