Gefühlsachterbahn

«Für mich einer der wichtigsten Texte in der Theaterliteratur.»

«Es ist eine Gefühlsachterbahn», sagt Irene Girkinger, Intendantin des TLT. «Dieser Text ist in seiner Überzeitlichkeit alarmierend», sagt Regisseurin Jessica Glause.

Das skandalumwitterte Meisterwerk Heldenplatz von Thomas Bernhard ist nicht nur ein Stück Theatergeschichte, sondern ein Stück Geschichte Österreichs. Die Inszenierung am TLT zeigt einen Text, der über die Österreich-Beschimpfung hinausgeht mit starkem Bezug zur Gegenwart. Der Horizont wird weit über den Heldenplatz im Herzen Wiens hinaus gespannt.

Irene Girkinger und Jessica Glause sind zu Gast bei Kulturjournalistin Verena Gruber in der neuen Episode des Theaterpodcasts «Kantintengespräche». Sie sprechen darüber, wie man Bernhards endlose Schimpftiraden inszeniert, warum auch heute eine Diskussion über das Stück nicht von einer Schilderung des davon ausgelösten Skandals von 1988 zu trennen ist, warum die Intendantin bereits als Studentin davon geträumt, dieses Stück zu inszenieren und was beide Frauen am Premierentag für Rituale haben.

«Das ist nicht nur ein Stück Theatergeschichte, das ist ein Stück politische Geschichte Österreichs.»