Philipp Rudig (Prof. Liebig), Tommy Fischnaller-Wachtler (Herr Landauer), Julia Posch (Anna), Ulrike Lasta (Olga) & Christoph Kail (Prof. Robert Schuster) © Marcella Ruiz Cruz
Schauspiel

Heldenplatz

Schauspiel von Thomas Bernhard und Texte von Elias Hirschl für einen besorgten Bürger:innenchor

Empfohlen ab 14 Jahren
Großes Haus
Anreise
Premiere 24. Jänner 2026
Dauer ca. 2 h 40, Eine Pause

Einführung 20 min vor Vorstellungsbeginn

  • Sonntag 8.2.26
    19.00 - 21.40 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 12.2.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:50 / 45 / 42 / 37 / 31 / 24 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 19.2.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:50 / 45 / 42 / 37 / 31 / 24 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Freitag 20.2.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 26.2.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:50 / 45 / 42 / 37 / 31 / 24 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Freitag 6.3.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Publikums­gespräch
    Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch im Foyer Großes Haus, Galerie statt.
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 19.3.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:50 / 45 / 42 / 37 / 31 / 24 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Samstag 21.3.26
    19.00 - 21.40 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Freitag 27.3.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 8.4.26
    19.30 - 22.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:50 / 45 / 42 / 37 / 31 / 24 / 19 / 11 / Ermäßigungen
  • Samstag 11.4.26
    19.00 - 21.40 Uhr
    Großes Haus
    Zum letzten Mal
    Preise €:52 / 47 / 43 / 38 / 32 / 25 / 19 / 11 / Ermäßigungen

Inhalt

Nach der Erfolgsproduktion Café Schindler widmet sich die Regisseurin Jessica Glause einem weiteren Kapitel österreichischer (Theater-)Geschichte. Sie überprüft DAS Skandalstück von 1988 Anfang 2026 auf seine Aktualität und seine politischen Referenzen: Antisemitismus, Traumata, Vertreibung und Rechtspopulismus. Wo stehen wir in Österreich und Europa heute?

«Was die Schriftsteller schreiben / ist ja nichts gegen die Wirklichkeit …»
Thomas Bernhard

Thomas Bernhard wusste in seinem letzten Stück schon sehr genau, wie er die politisch-moralisch-geistigen Verhältnisse darstellen muss, damit uns, dem Publikum, das Lachen im Halse stecken bleibt. Die große Kunst dieser Komödie sind gewiss ihre poetische, musikalische Sprache, ihre legendär gewordenen Übertreibungen und ihr beißender Humor. Als Auftragsarbeit zum Bedenkjahr 1988 (50 Jahre Anschluss) bzw. zum 100. Jahrestag des Wiener Burgtheaters entstanden, löste Heldenplatz noch vor der Uraufführung einen Skandal aus und mit einem Mal war ganz Österreich eine Theaterbühne:

«Was diesem armen unmündigen Volk geblieben ist / ist nichts als das Theater / Österreich selbst ist nichts als eine Bühne»
Thomas Bernhard

Das Schicksal Josef Schusters, von den Nazis als Jude verjagt, aus Oxford nach Wien zurückgekehrt und desillusioniert über die weiterhin antisemitisch wie undemokratisch durchdrungene österreichische Gesellschaft in den Selbstmord getrieben, beschäftigte ganz Österreich – vom Bundespräsidenten bis zur Taxifahrerin.

Am Tiroler Landestheater verwebt die Musikerin Mira Lu Kovacs mit feinem Gespür Klavierklänge, Beats und romantische Melodien zu einer Musik, die sich mal minimalistisch eingeflochten, mal kraftvoll aus dem Muster ausbrechend in die Inszenierung einschreiben. Ein Bürger:innenchor wird mit neuen Texten des österreichischen Autors Elias Hirschl jene präzisen Spannungsfelder ausloten, die unser Heute prägen.

Besetzung

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  • Casting Call Heldenplatz
    blog

Thomas Bernhards Heldenplatz entfaltet in Innsbruck erneut seine verstörende Kraft – präzise, gegenwärtig, schmerzhaft aktuell.

Getragen wird der Abend von einem bestens aufeinander abgestimmten Ensemble, aus dem vor allem Christoph Kail als Robert Schuster, Marie-Therese Futterknecht als Frau Zittel und Julia Posch als Anna hervorstechen.

Seine Kraft zieht das Stück nach wie vor aus den von einem überzeugenden Ensemble vorgetragenen «Hasstiraden» Bernhards.

Nicht zuletzt konnten die BesucherInnen des Landestheaters auch über Bernhards zynische Anspielungen auf die Stumpfsinnigkeit
so mancher AlpenbewohnerInnen lachen.

Schauen Sie sich an, was Sie alles verpassen könnten