Elisabeth Leonskaja | © Marco Borggreve

Elisabeth Leonskaja

Die Pianistin Elisabeth Leonskaja gehört zu den bedeutendsten Interpret:innen unserer Zeit. Für ihr Lebenswerk wurde ihr 2020 der International Classical Music Award (ICMA) verliehen. Einige Jahre zuvor erhielt sie von ihrem Geburtsland Georgien die höchste Auszeichnung des Landes «Priesterin der Kunst». Auch in ihrer Wahlheimat Österreich wurde ihr das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse für besondere Verdienste um die Kultur des Landes verliehen. 2024 bekam sie in London die Wigmore Hall Medal. Ihre künstlerische Entwicklung verdankt sie dem legendären Pianisten Swjatoslaw Richter, der früh ihre außerordentliche Begabung erkannte und förderte.

1978 verließ Elisabeth Leonskaja die Sowjetunion in Richtung Österreich und feierte mit einem umjubelten Konzert bei den Salzburger Festspielen den Auftakt zu ihrer großen Karriere. Seither tritt sie als Solistin mit den weltweit führenden Orchestern und Dirigent:innen auf und gibt Solo-Rezitale in allen großen Konzertsälen Europas. Neben den solistischen Auftritten liegt ihr die Kammermusik am Herzen; die gemeinsamen Einspielungen mit dem Alban Berg Quartett gelten als legendär.

Zahlreiche Preise wie der begehrte Prix Caecilia und der Diapason d’Or schmücken ihre umfangreiche Diskografie. Im Jahr 2024 erschienen die Klavierkonzerte von Schumann und Grieg mit dem Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von Michael Sanderling. Ihr jüngstes Solo-Album ist der zweiten Wiener Schule – Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg – gewidmet. Mit Orchesterbegleitung veröffentlichte sie 2025 Beethovens 5. Klavierkonzert «Emperor», zusammen mit dessen Quintett für Klavier und Bläser. 2026 erschien eine Neuauflage ihres Albums Schumann: Variations & Sonatas.