© Hilde van Mas
Katja Kolm
Die österreichische Schauspielerin Katja Kolm arbeitet erfolgreich für Theater, Film und Oper. Als junges Mädchen sang und spielte sie in Opern und Musicals, als Teenager wurde sie von Regisseuren aus Litauen und Moskau im Sprechtheater verpflichtet. Mit 18 Jahren, nach der Matura, ging sie für ein Jahr nach Moskau, wo sie Schauspielunterricht bei Rosetta Nemtschinskaja von der Theaterakademie GITIS Moskau und am Gnessin Institut Gesangs-und Russischunterricht erhielt. Während des nachfolgenden Studiums an der Staatlichen Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin spielte sie am Maxim Gorki Theater und am Hebbel Theater Berlin. Nach Engagements am Landestheater Tübingen und am Deutschen Theater Göttingen, ging sie im Jahr 2000 als festes Ensemblemitglied ans Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler, wo sie u.a. auch ihre erste eigene Produktion bumsti! nach Die letzten Tage der Menschheit von Karl Kraus machte. 2005 kündigte Katja Kolm ihren festen Theatervertrag am Schauspielhaus Zürich, um Berufs- und Familienleben selbstständig gestalten zu können. Es folgten Engagements an der Volksbühne Berlin, den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Wien, Volkstheater Wien, sowie bei der Ruhrtriennale, den Salzburger Festspielen, Wiener Festwochen und dem Lucerne Festival. Mehrfach wurden Inszenierungen, in denen sie mitwirkte, zum Berliner Theatertreffen sowie zu internationalen Festivals eingeladen, wie u.a. zum Festival d’Avignon, Festival d’Automne Paris, BITEF Belgrad, nach Tokyo und Santiago de Chile. Gastspiele führten sie u.a. auch ans Schauspielhaus Hamburg, an die Deutsche Oper Berlin, zu den Berliner Festspielen MaerzMusik und den Mühlheimer Theatertagen. Zu den über 50 Theaterproduktionen gehören u.a. die Inszenierungen von Christoph Marthaler Schutz vor der Zukunft, O.T. - Eine Ersatzpassion, Geschichten aus dem Wiener Wald, Letzte Tage. Ein Vorabend, Das Goldene Zeitalter, sowie Drei Schwestern, Homo Faber und Ein Sommernachtstraum von Stefan Pucher. Weiters Falk Richters Inszenierung Die Klinik und Die Präsidentinnen von Miloš Lolić. In Enno Poppes Oper I.Q., von Anna Viebrock inszeniert, sang sie eine der Hauptpartien begleitet von dem Orchester Klangforum Wien. Katja Kolm arbeitete auch mit der Choreographin Meg Stuart zusammen, sowie mit Karin Henkel, Robert Borgmann, Volker Lösch, Andreas Kriegenburg u.v.a. Katja Kolm wirkte in vielen Hörspielen und Lesungen mit, u.a. zusammen mit Ethan Hawke. Für die historische Rolle Madame Paradis aus dem Film Licht von Barbara Albert wurde sie für den Österreichischen Filmpreis in der Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ nominiert. Sie spielte in dem Schweizer Film Der Sohn meines Vaters von Jeshua Dreyfus, in Mörderinnen von Pepe Danquart, in der Schweizer Action-Komödie Mad Heidi von Johannes Hartmann und Sandro Klopfstein. Katja Kolm war auch in Dani Levys Serie Der Scheich zu sehen und arbeitete u.a. mit Hannu Salonen und Urs Egger. 2025 war sie in der Oper Lash der renommierten Komponistin Rebecca Saunders an der Deutschen Oper Berlin zu sehen, in einer Inszenierung von dem Regie-Duo Dead Centre und unter der musikalischen Leitung von Enno Poppe.
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