
Ahnfrauen
Ein Mütterstück von Die Rabtaldirndln
Inhalt
Das österreichische Frauenkollektiv Rabtaldirndln fragt nach seinen Wurzeln. Was wirkt in ihnen: Gefühle, Ängste, Vorlieben. Woher kommt das alles, haben Ahninnen Spuren hinterlassen?
Beginnen wir mit der Vergangenheit und mit den Müttern. Wie sehr entsprechen die vier Mütter dem, was mit dem Urbild der Mutter verbunden wird? Was hatten sie für Erwartungen an sich als Mutter? Wie sehr ist ihnen gelungen, was sie sich vorgenommen haben? Oder haben sie sich vielleicht gar nichts vorgenommen? Und was ist das überhaupt: «die Mutter»? Die Rabtaldirndln befragen ihre Mütter ohne Scham, ohne Tabus. Sie legen sich auf das mütterliche Sofa und graben sich in den weiblichen Urschlamm.
Die Mutter – ein Ideal, das gefühlt so alt ist wie die gesamte Menschheitsgeschichte. Die Mutter ist die Rolle, in der sich eine Frau in einer patriarchalen Welt ihre Daseinsberechtigung verdient (hat). Das muss man mal so aussprechen, dieses Gedankengut aus grauen und nicht ganz überwundenen Vorzeiten. Wie geht Frau heutzutage mit ihrer Fähigkeit um, Leben entstehen zu lassen, oder nicht? Ist sie frei darin? Die Forschungsreise über Mütterkonstruktionen und die Realität, die mit dem Nestroy-Theaterpreis für die beste Off-Produktion ausgezeichnet wurde, führt die Rabtaldirndln das erste Mal nach Tirol! Das vierköpfige Theaterkollektiv aus Graz erarbeitet seit 2003 zeitgenössische Theaterproduktionen von universeller Gültigkeit und mit beißendem Humor. Mit großer Sensibilität und aus weiblicher Perspektive geht es um Lebenswelten und Lebensunwirtlichkeiten.