
Das weite Land
Tragikomödie in fünf Akten von Arthur Schnitzler
Inhalt
Ein scheinbar harmloser Seitensprung, ein unerwarteter Suizid: Plötzlich geraten die Lebensentwürfe des Kreises rund um den wohlhabenden Industriellen Friedrich Hofreiter ins Wanken. Was als alltägliche Tragikomödie beginnt, entwickelt sich in Arthur Schnitzlers Werk zum Panorama von menschlichen Beziehungen am Rande des Abgrunds. Sehnsüchte und Eitelkeiten kollidieren, und inmitten eines schillernden Geflechts aus Affären, Machtspielen und Selbsttäuschungen stellt sich die Frage, ob ein erfülltes Leben in dieser Welt überhaupt möglich ist. Schnitzler zeichnet ein feinsinniges, zugleich schonungsloses Bild einer Gesellschaft, die am Vorabend des Ersten Weltkrieges rastlos nach Erfüllung sucht und doch immer wieder an sich selbst scheitert.
Nach ihrer gefeierten Inszenierung von Verlangen kehrt Cilli Drexel ans Tiroler Landestheater zurück und widmet sich erneut einem großen Ensemble-Stoff. Ihre Handschrift, charakterisiert durch psychologische Genauigkeit, feine Ironie und einen unverstellten Blick auf die innere Brüchigkeit der Figuren, trifft auf ein Stück, das in seiner Komplexität Allzumenschliches offenbart. Gemeinsam mit den Schauspieler:innen des TLT erkundet sie die seelischen Weiten zwischen Leidenschaft und Leere, zwischen Selbstschutz und Selbstbetrug sowie zwischen dem Wunsch nach Nähe und der Furcht vor Konsequenzen.


