Mehr als die Sprache braucht es nicht

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In seiner Jugend hat sich Max Simonischek mehr für Fußball, Baywatch und das andere Geschlecht interessiert als für die Bühne. Warum es für die Fußballer-Karriere nicht gereicht hat und er schließlich doch Schauspieler geworden ist, erzählt er in einer Podcast-Folge der Kantinengespräche des Tiroler Landestheaters.

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Als Schauspieler – und seit kurzem auch als Regisseur – beschäftigt ihn vor allem eins: Die Sprache. Besonders fasziniert ist er vom Autor Franz Kafka und dessen unverwechselbarem Sprach-Stil. Seit einer ersten Begegnung mit Kafkas Der Bau noch zu Schauspielschul-Zeiten hat ihn dieser Text nicht mehr losgelassen. 2015 brachte er ihn am Theater Neumarkt in Züricher erstmals auf die Bühne und feiert seither mit seiner Interpretation große Erfolge u. a. am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen.

„Ich habe das Gefühl, einen
besonderen Zugang zu Kafka zu haben.“

Max Simonischek

„Ich habe das Gefühl, einen besonderen Zugang zu Kafka und vor allem zu seinen Tierwesen zu haben“, sagt Simonischek, „und wenn ich mir aus schauspielerischer Sicht überlege, was ich gerne spielen möchte, dann lädt so ein Wesen zwischen Tier und Mensch doch geradezu dazu ein, sich spielerisch eine spezielle Bewegungsart, eine Körperlichkeit anzueignen.“ Mit Kafkas Texten, seinen Figuren und seiner Sprache, hat man extrem starke Partner an seiner Seite, in die die Situationen bereits eingeschrieben sind, ist er überzeugt.

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Seine intensive Auseinandersetzung mit Franz Kafka will Max Simonischek gerne weiter vermitteln und hat im Jänner in einer ersten Probenphase mit Mitgliedern des Schauspielensembles begonnen, seine ganz eigene Bühnenfassung von Kafkas letztem Text Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse zu erarbeiten. Im Juni dieses Jahres wird sie unter dem Titel Kafka umírá – Kafka stirbt in den Kammerspielen Premiere haben.

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Fotos: Amir Kaufmann


Kafka Umírá – Kafka stirbt

Ein Kafka-Präparat von Max Simonischek

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