Zanda Svede | © Aiga Redmane

Zanda Švēde

Seit 2018 ist die lettische Mezzosopranistin Mitglied des Ensembles der Oper Frankfurt. Zu den Höhepunkten der Saison 2025/2026 zählen die Wiederaufnahme der Cornelia in Giulio Cesare und die Titelrolle der Carmen in Barry Koskys Inszenierung sowie ihre Rollendebüts als Vlasta in Die Passagierin und Leonardos Frau in Bluthochzeit. Zanda kehrt auch an die Lettische Nationaloper und das Lettische Nationalballett zurück, wo sie die Titelrolle in Carmen und Suzuki in Madama Butterfly singen wird. Sie wird als Alt-Solistin in Mahlers 8. Sinfonie mit dem Lettischen Nationalsinfonieorchester und als Waldtaube in Schönbergs Gurre-Liedern in der Liepājas Dzintars Concert Hall auftreten. Im Herbst und Winter wird Zanda zwei Solo-Recitals mit dem Pianisten Reinis Zariņš geben.
In der Saison 2024/2025 kehrte Zanda zu den Rollen der Sonjetka in Lady Macbeth von Mzensk und Maddalena in Rigoletto an der Oper Frankfurt zurück. Sie präsentierte ein Solokonzert im Holzfoyer mit dem Titel Soirée en mer und gab ihr Rollendebüt als Eduige in Händels Rodelinda und Pythia in Rheimans Melusine, was von den Kritikern hoch gelobt wurde. Außerdem sang sie Beethovens „Missa Solemnis“ mit dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester, kehrte an die Lettische Nationaloper und das Lettische Nationalballett zurück, wo sie in einer Neuproduktion von Salome unter der Regie von Alvis Hermanis die Herodias sang, und nahm an der Gala des Jūrmala-Festivals und dem Konzert Born in Latvia teil.
In der Saison 2023/2004 debütierte sie als Cornelia in Giulio Cesare an der Oper Frankfurt, sang Mahlers 2. Sinfonie mit dem Lettischen Nationalen Symphonieorchester und kehrte im Sommer zu den Tiroler Festspielen Erl zurück, um unter der Regie von Brigitte Fassbaender den gesamten Ring-Zyklus zu singen.
Zandas Saison 2022/2023 umfasste ihr Rollendebüt als Clairon in Capriccio, Nenila in Tschaikowskys Die Zauberin, die Titelrolle in Händels Orlando in einer Neuproduktion und die Rollen der Försterin und der Eule in Das schlaue Füchslein an ihrer Heimatkompanie, der Oper Frankfurt. Weitere Engagements umfassten Rollendebüts als Erda in Siegfried und Waltraute in Götterdämmerung bei den Tiroler Festspielen Erl sowie eine Rückkehr an die Lettische Nationaloper in der Titelrolle der Carmen.
Carmen ist zu einer der Paraderollen von Zanda geworden, die sie an der Lyric Opera of Kansas City debütierte und mit der Oper Frankfurt in zwei Wiederaufnahmen der Inszenierung von Barry Kosky, der Seattle Opera, der Lettischen Nationaloper und der Pittsburgh Opera auftrat und hervorragende Kritiken erhielt.
In früheren Spielzeiten an der Oper Frankfurt sang Zanda die Herodias in Salome, die Maddalena in Rigoletto, die Hippolyta in Ein Sommernachtstraum, die Suzuki in Madama Butterfly, die Zenobia in Radamisto, die Sonyetka in Lady Macbeth, die Dryade in Ariadne auf Naxos und die Titelrolle in Serse.
Zanda erweitert weiterhin ihr Alt-Repertoire auf der Konzertbühne. Sie hat Mahlers Das Lied von der Erde mit dem Lettischen Nationalsinfonieorchester, Wagners Wesendonck-Lieder mit der Sinfonietta Riga, Brahms' Alto Rhapsodie mit der Camerata Salzburg, Beethovens 9. Sinfonie mit dem San Francisco Symphony, Bernsteins Mass mit dem LA Philharmonic und Bruckners Te Deum mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester in der Alten Oper Frankfurt aufgeführt.
Als junge Künstlerin nahm Zanda 2013 am Merola Opera Program teil und wurde anschließend Adler Fellow an der San Francisco Opera in der Saison 2014-15, wo sie zwei weitere Spielzeiten blieb. Sie trat auf der Hauptbühne als Flora in La Traviata, Tisbe in La Cenerentola, Lena in der Weltpremiere von Marco Tutinos Two Women, Alisa in Lucia di Lammermoor, Rychtarka in Jenůfa, Dritte Dame in Die Zauberflöte, Suzuki in Madama Butterfly, Maddalena in Rigoletto, Magd in The Makropoulos Case und Magd/Blume in der Weltpremiere von Bright Shengs Dream of the Red Chamber.
Weitere Höhepunkte ihrer Gastspiele in den USA waren Zandas Debüt an der Palm Beach Opera als Suzuki und Olga in Eugene Onegin an der Opera Idaho. Ihr Hausdebüt an der Lyric Opera of Chicago gab sie als Maddalena in Rigoletto und Grimgerde in Die Walküre. Zanda studierte an der Jāzeps Vītols Lettischen Musikakademie in Rīga.