
Maria Stuart
Schauspiel von Friedrich Schiller
Inhalt
«Das Leben ist nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer.»
Anno 1587: Das Todesurteil über die eigene Cousine und Königin von Schottland, Maria Stuart, ist bereits gefällt. Doch Elisabeth, die amtierende Königin von England, zögert, es zu unterzeichnen. Nicht nur erfreut sich Maria noch immer großer Popularität beim britischen Volk, auch in den Nachbarstaaten hat sie mächtige Verbündete. Die Unterzeichnung und Vollstreckung des Urteils könnten Elisabeth den Thron kosten. Oder ihr aber den langersehnten Frieden bringen und ihren unangefochtenen Machtanspruch bestätigen.
Es wäre einfacher, wenn Maria still und leise verschiede – sich ein Mörder finden ließe, der die Arbeit im Dunkeln übernimmt. Und dieser findet sich scheinbar auch: Mortimer, der Neffe des Ritters Paulet. Was niemand weiß: Mortimer ist eine tickende Zeitbombe, fanatisch und bereit, sein Leben zu geben für die Befreiung Marias aus ihrem Gefängnis, um sie als Königin von England anstelle von Elisabeth auf dem Thron zu sehen.
Plötzlich geht alles sehr schnell: Schuld wird verschoben,
Entscheidungen werden vertagt, Verantwortung wird delegiert, Sprache wird zur Waffe, Moral zur Verhandlungsmasse. Was ist politisch notwendig zu tun? Und wer ist bereit, dafür einzustehen?
Dieser sprachgewaltige Klassiker ist ein Must-See für alle, die nicht genug von Machtintrigen, politischen und amourösen Doppelagenten, überraschenden Wendungen und atemberaubend intelligenten, scharfen Dialogen bekommen können. Maria Stuart ist kein historisches Drama, sondern eine poetische Untersuchung von Herrschaft: Welchen Preis hat die Macht?


