
Don Giovanni
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Inhalt
Verführer, Grenzgänger, Freigeist: Der Mythos des Don Juan gehört zu den wirkungsmächtigsten Erzählungen der europäischen Kulturgeschichte. In Mozarts Don Giovanni findet die Figur ihre vielleicht radikalste musikalische Gestalt. Seit der Uraufführung 1787 in Prag fasziniert die Oper als vielschichtiges Porträt eines Mannes, der jede moralische, soziale und emotionale Grenze überschreitet. Nicht umsonst nannte E. T. A. Hoffmann das Werk «die Oper aller Opern».
Don Giovanni lebt exzessiv den Augenblick. Getrieben von Lust, Machtwillen und Todesverachtung jagt er rastlos neuen Eroberungen nach – selbst vor Gewalt und Mord schreckt er nicht zurück. Sein Freiheitsanspruch ist radikal, rücksichtslos und zerstörerisch. Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte zeichnen dieses Porträt mit einer einzigartigen Balance aus komödiantischem Verwirrspiel und abgründiger Tragödie.
In einer der größten Partituren der Operngeschichte komponierte Mozart eine Musik, die zur treibenden dramatischen Kraft avanciert und ihre Form aus einer Dynamik der permanenten Entgrenzung gewinnt. Virtuose Ensembles, scharf gezeichnete Charaktere und abrupte Stimmungsumschwünge machen Don Giovanni zu einem Musiktheater von elektrisierender Energie.
Die für ihre tiefgreifenden Theaterabende bekannte Regisseurin Anna-Sophie Mahler gibt mit diesem Werk ihr Debüt am Tiroler Landestheater und nähert sich dem archetypischen Verführer aus einer dezidiert weiblichen Perspektive. Die musikalische Leitung dieses Meisterwerks liegt in den Händen von Chefdirigent Gerrit Prießnitz.


