
Un ballo in maschera
Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Antonio Somma
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Inhalt
Gesellschaftlicher Glanz, politische Gefahr und verbotene Liebe: Verdis Un ballo in maschera ist ein tödliches Spiel auf offener Bühne. König Gustav III. tanzt maskiert durch eine Welt aus Intrigen, Leidenschaft und Macht, berauscht von seiner vermeintlichen Unantastbarkeit.
Un ballo in maschera gilt innerhalb von Verdis Œuvre als einzigartig in seiner musikalischen Perfektion und zugleich als eine seiner rätselhaftesten Opern. Das Ursprungswerk Gustave von Eugène Scribe bezieht sich auf ein historisches Ereignis: das Attentat auf den schwedischen König Gustav III. Giuseppe Verdi und Antonio Somma formen aus dem Herrscher eine nahbare, beinahe leichtsinnige Figur, die sich in verbotener Liebe zur Frau seines besten Freundes verliert und dabei die politischen Bedrohungen um sich verdrängt. Während sich die Verschwörer formieren und die Wahrsagerin Ulrika den nahen Tod Gustavs prophezeit, verschwimmen die Grenzen zwischen öffentlicher Verantwortung und privatem Begehren. Doch der sich in Sicherheit wähnende Souverän sehnt nur den Moment herbei, seine geliebte Amelia wiederzusehen: den Maskenball.
Verdis Musik verleiht diesem Spannungsfeld eine atemberaubende Dramaturgie: Schwelgerische Liebesmelodien treffen auf brodelnde Unruhe, höfische Leichtigkeit auf düstere Vorahnung. So wird der Maskenball zum Sinnbild einer Gesellschaft, die sich im Glanz des Wohlstands in Sicherheit wiegt und gerade deshalb dem Untergang entgegentaumelt. Die szenische Umsetzung dieses gefährlich-verführerischen Stoffes übernimmt Jasmina Hadžiahmetović.


