Marcel Brunner (Seher), Hazel Neighbour (Echo) © Felicitas Stecher
Musiktheater

missing in cantu (eure paläste sind leer)

Musiktheater von Johannes Maria Staud

Libretto von Thomas Köck

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Empfohlen ab 16 Jahren
Großes Haus
Anreise
Österreichische Erstaufführung 23. Mai 2026
Dauer ca. 1 h 40, Keine Pause

Einführung 20 min vor Vorstellungsbeginn mit Johannes Maria Staud

  • Samstag 23.5.26
    Österreichische Erstaufführung

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.00 - 20.40 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:71 / 62 / 52 / 44 / 38 / 31 / 22 / 14 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 27.5.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.30 - 21.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:56 / 49 / 44 / 39 / 33 / 26 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Freitag 5.6.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.30 - 21.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Donnerstag 18.6.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.30 - 21.10 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:56 / 49 / 44 / 39 / 33 / 26 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Freitag 3.7.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.30 - 21.10 Uhr
    Großes Haus
    Zum letzten Mal
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen

Inhalt

Die Suche nach dem sagenumwobenen Eldorado und die Anziehungskraft des Goldes, sind der Ausgangspunkt des hitzeflirrenden, surrealen Opernepos, den sich der Innsbrucker Komponist Johannes Maria Staud (*1974) und der erfolgreiche oberösterreichische Bühnenautor Thomas Köck (*1986) für ihre erste Zusammenarbeit vorgenommen haben.

Ein Seher zieht Bilanz. Er hat alle Katastrophen vorhergesehen, aber keine abwenden können. Im Dialog mit Echo, seiner Liebe, stellt er sich der Anklage, seine Möglichkeiten verpasst und zu den Schrecken, die er vorhergesehen hatte, geschwiegen zu haben. Von diesem Bild einer untergegangenen Zivilisation, entfaltet sich das Stück als Rückblick in Schleifen, Brüchen, Wiederholungen und Bildern, die sich zunehmend in- und übereinander schieben. Das Libretto verknüpft mehrere Bildwelten aus der Geschichte der westlichen Zivilisation: die Eroberung des amerikanischen Kontinents durch spanische Konquistadoren im 16. Jahrhundert, die heutige Opiatkatastrophe in US-amerikanischen Vorstädten, dystopische Szenen aus einer Fleischfabrik, die die brutalen Auswüchse eines Turbokapitalismus zeigen, religiösen Wahn, Machtwahn. Nach dem Zusammenbruch der westlichen Welt erscheint Geschichte rückblickend als Spirale einer Dynamik von Machtrausch, Gier, Unterwerfung, Ausbeutung und Verdrängung.

Staud, der 2022 den Österreichischen Kunstpreis für Musik und 2025 den Tiroler Landespreis für Kunst erhielt, verbindet die gesellschaftliche Analyse des Librettos mit einer äußerst erfindungsreichen, mitreißenden, suggestiven Klangsprache. Während der Titel missing in cantu («verloren im Gesang») auf eine säkulare «missa» (Messe) anspielt und das Werk sich tatsächlich als eine Art Requiem deuten lässt auf das Ende einer Zivilisation, setzt Staud der dystopischen Bilderflut eine überbordend farbige, vielseitige und geradezu offensiv lebendig wirkende Musik entgegen, die heterogenste Stil- und Materialebenen zum Kaleidoskop fügt.

Mit der Österreichischen Erstaufführung von missing in cantu steht zum ersten Mal eine Oper von Staud auf dem Spielplan des TLT, inszeniert von der opernerfahrenen Co-Direktorin Schauspiel Bettina Bruinier.

Besetzung

Musikalische LeitungTimothy Redmond
InszenierungBettina Bruinier
ChoreografieVolker Michl
Live-Elektronische RealisationSWR Experimentalstudio
Klangregie
DramaturgieJulia Spinola
Drogenabhängiger Hausbesitzer / AttentäterStefan Riedl
Reporterin / Schlachthausassistentin / Drogensüchtige Mutter / 1. PolizistinBernarda Klinar
Kameramann / Schlachthausbesitzer / Drogensüchtiger Vater / 2. PolizistJakob Nistler
3. PolizistinSabrina Henschke

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