Christiana Oliveira (Cio-Cio-San) & Bernarda Klinar (Suzuki) © Cordula Treml
Musiktheater

Madama Butterfly

Tragedia giapponese in drei Akten von Giacomo Puccini

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica (nach dem gleichnamigen Schauspiel von Davis Belasco und John Luther Long nach Longs Erzählung)

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck

Empfohlen ab 14 Jahren
Großes Haus
Anreise
Premiere 28. März 2026
Dauer ca. 2 h 50, Eine Pause

Einführung 20 min vor Vorstellungsbeginn

  • Freitag 15.5.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.30 - 22.20 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Sonntag 17.5.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.00 - 21.50 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Freitag 29.5.26
    19.30 - 22.20 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Sonntag 31.5.26
    19.00 - 21.50 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Sonntag 7.6.26

    Einführung 20 min vor Vorstellung

    19.00 Uhr
    Großes Haus
  • Sonntag 14.6.26
    19.00 - 21.50 Uhr
    Großes Haus
    Preise €:59 / 51 / 45 / 40 / 34 / 27 / 20 / 12 / Ermäßigungen
  • Mittwoch 17.6.26
    19.30 - 22.20 Uhr
    Großes Haus
    Zum letzten Mal
    Preise €:56 / 49 / 44 / 39 / 33 / 26 / 20 / 12 / Ermäßigungen

Inhalt

Liebe, Verrat und ein Zusammenprall der Kulturen: Mit Madama Butterfly schuf Giacomo Puccini eine der intensivsten Opern des Repertoires. Sie erzählt die Geschichte der Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, die entgegen aller Vernunft auf die unbedingte Hoffnung auf die Rückkehr ihres amerikanischen Mannes Pinkerton beharrt. Ort der Handlung ist die malerisch auf Hügeln gelegene japanische Stadt Nagasaki, zur Zeit der Entstehung des Werkes um 1900. Meisterhaft verbindet Puccini eine – mittels Zitate japanischer Musik um Authentizität bemühte – fernöstliche Klangwelt mit universal ergreifenden Konflikten.

Doch das Werk spürt nicht nur der emotionalen Dimension der Geschehnisse um die beständige Liebe einer Frau zu einem untreuen Ehemann nach, sondern beleuchtet ebenso kritisch das Unvermögen der Hauptfiguren zur Vereinbarkeit der beiden kulturellen Realitäten. So wird aus Madama Butterfly ein Sozialdrama, das sichtbar macht, wie westliche kapitalistische und gesellschaftliche Prinzipien auf das bis Mitte des 19. Jahrhunderts durch die Shogune isolierte Japan übergreifen.

Die Musik des italienischen Komponisten versieht die Handlung mit zarter Lyrik, intimem Dialog und großem Ausdruck. So wurde Cio-Cio-Sans berühmte Arie Un bel dì vedremo zur Essenz der unmöglichen Hoffnung der Heldin, dass ihr Traum von einer glücklichen Zukunft doch nicht in die persönliche Katastrophe führt. Die Inszenierung dieses schmerzhaft-schönen Stoffes liegt in den Händen der vormaligen Co-Musiktheaterdirektorin Jasmina Hadžiahmetović, die in dieser Saison bereits für die Erfolgsproduktion Fledermaus verantwortlich zeichnet.

Besetzung

Insights

Weiterlesen

Star des Abends ist Cristiana Oliveira als Cio-Cio-San, die sich zu tragischer Größe aufschwingt und immer ihre vokale Strahlkraft behält. Sie spielt auch höchst eindrucksvoll.

Begleitet vom Chor des TLT sowie dem TSOI (Leitung: Enrico Calesso) liefern die SängerInnen – allen voran Sopranistin Cristiana Oliveira – beeindruckende Arien und kraftvolle Duette, die vom Publikum mit tosendem Applaus quittiert werden.

Im Zentrum stand eine starke Titelpartie: Cristiana Oliveira gestaltete Cio-Cio-San mit vokaler Durchschlagskraft, lyrischer Innigkeit und jener tragischen Haltung, die die Figur zwischen Hoffnung, Verblendung und innerem Zerbrechen glaubhaft macht. 

Gastdirigent Enrico Calesso entlockte dem bestens disponierten Tiroler Symphonieorchester Innsbruck die ganze Klangpalette von Giacomo Puccinis meisterhafter Partitur. Aus dem Orchestergraben erklang ein brillantes Tongemälde ohne falsches Sentiment. 

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