Tanztheater

Der blaue Engel

Uraufführung / Premiere am 30.03.2019

Kammerspiele

Tanzstück von Marie Stockhausen . Libretto von Marie Stockhausen und Katajun Peer-Diamond

Aufführungsdauer ca. 2 Stunden . Eine Pause

 

Matinee am 24.03.2019
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Inhalt

Berlin in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts: Willkommen in der Welt der Varietés! Eine Frau in Rot. Sinnbild einer sich neu entdeckenden und begehrenden Weiblichkeit. Wunderbar beschwingte Musik, Skandale und Drogen. Es ist eine Welt, die nicht an die Zukunft denken will – selbstzerstörerisch und selbstverausgabend.
Assoziationsräume für Marie Stockhausens neue Choreografie gibt es viele: Ein spießbürgerlicher Gymnasialprofessor verfällt einer unmoralischen Tingeltangel-Sängerin und verliert zunehmend seine Stellung in der Gesellschaft, seine Würde, sein Leben. Aus dem Roman Heinrich Manns, der 1905 unter dem Titel Professor Unrat oder Das Ende eines Tyrannen erschien, hat Josef von Sternberg 1930 einen unpolitischen Film gemacht, mit dem Marlene Dietrich weltbekannt wurde: Der blaue Engel. Marie Stockhausen nimmt ihn als Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit einer weiteren Berühmtheit: Anita Berber. Die Berliner Tänzerin war der Inbegriff einer exzentrischen Lebensweise. Sie galt als verrucht, Vamp und Femme fatale, nahm Morphium und Kokain, trank pro Tag eine Flasche Cognac, prügelte sich regelmäßig, tanzte nackt und starb mit nur 28 Jahren an Tuberkulose. Dem Maler Otto Dix stand sie 1925 – ebenfalls nackt – Modell. Das Bildnis der Tänzerin Anita Berber zeigt die junge Frau faltig, ausgezehrt, den Mund blutrot, den Teint blass und die Augen todesdunkel. So hat Otto Dix ihr destruktives Inneres auf die Leinwand gebannt.
Was nun, wenn der Maler, Anita Berber und Professor Unrat zusammenträfen? Ein Tanz auf dem Vulkan, soviel ist sicher!

 

 

Ich bin von
Kopf bis Fuß‘
auf Liebe
eingestellt!

 

 

Besetzung

 Brígida Pereira Neves

Foto Rupert Larl

 Brígida Pereira NevesFoto Rupert Larl

 Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia

Foto Rupert Larl

 Brígida Pereira Neves, Gabriel MarsegliaFoto Rupert Larl

 John Groos, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia

Foto Rupert Larl

 John Groos, Brígida Pereira Neves, Gabriel MarsegliaFoto Rupert Larl

Nicola Strada, Maria Pilar Sánchez

Foto Rupert Larl

Nicola Strada, Maria Pilar SánchezFoto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und Ensemble

Foto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und EnsembleFoto Rupert Larl

Alice White, Emanuele Chiesa

Foto Rupert Larl

Alice White, Emanuele ChiesaFoto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira Neves

Foto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira NevesFoto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves

Foto Rupert Larl

Brígida Pereira NevesFoto Rupert Larl

John Groos, Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia

Foto Rupert Larl

John Groos, Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel MarsegliaFoto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und Ensemble

Foto Rupert Larl

Nicola Strada, Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und EnsembleFoto Rupert Larl

Mingfu Guo, Gabriel Marseglia, John Groos

Foto Rupert Larl

Mingfu Guo, Gabriel Marseglia, John GroosFoto Rupert Larl

Gabriel Marseglia, John Groos

Foto Rupert Larl

Gabriel Marseglia, John GroosFoto Rupert Larl

Gabriel Marseglia

Foto Rupert Larl

Gabriel MarsegliaFoto Rupert Larl

Greta Marcolongo

Foto Rupert Larl

Greta MarcolongoFoto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und Ensemble

Foto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und EnsembleFoto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und Ensemble

Foto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves, Gabriel Marseglia und EnsembleFoto Rupert Larl

Gabriel Marseglia, Brígida Pereira Neves Greta Marcolongo und Ensemble

Foto Rupert Larl

Gabriel Marseglia, Brígida Pereira Neves Greta Marcolongo und EnsembleFoto Rupert Larl

Greta Marcolongo, Gabriel Marseglia und John Groos

Foto Rupert Larl

Greta Marcolongo, Gabriel Marseglia und John GroosFoto Rupert Larl

Maria Pilar Sánchez, Alice White, Sayumi Nishii, Federico Moiana

Foto Rupert Larl

Maria Pilar Sánchez, Alice White, Sayumi Nishii, Federico MoianaFoto Rupert Larl

Maria Pilar Sánchez

Foto Rupert Larl

Maria Pilar SánchezFoto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves und Ensemble

Foto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves und EnsembleFoto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves und Ensemble

Foto Rupert Larl

Brígida Pereira Neves und EnsembleFoto Rupert Larl

Mingfu Guo

Foto Rupert Larl

Mingfu GuoFoto Rupert Larl

Camilla Danesi, Maria Pilar Sánchez, Nicola Strada

Foto Rupert Larl

Camilla Danesi, Maria Pilar Sánchez, Nicola StradaFoto Rupert Larl
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Pressestimmen

Kronen Zeitung Tirol

„Die brodelnde Atmosphäre in den Bildern des deutschen Malers Otto Dix. Eine verruchte Varieté-Schönheit. Ein literarisches Meisterwerk von Heinrich Mann. Choreografin Marie Stockhausen führt all das in ihrem neuen Tanzstück „Der blaue Engel“ zu einem bildgewaltigen Kosmos zusammen. Ein Tanz auf dem Vulkan: sinnlich, eruptiv, existenziell – und grandios! […] Die Tänzer – allen voran Brígida Pereira Neves als Anita Berber, Gabriel Marseglia (Professor Unrat), Nicola Strada (Otto Dix) und Mingfu Guo (Lohmann) – stehen nicht nur auf dem Vulkan. Sie sind der Vulkan. Dieser Abend ist ein Gesamtkunstwerk.“

StadtBlatt Innsbruck

„Marie Stockhausen kehrt in ihrer psychisch ungemein präzise angelegten Choreografie das Innenleben der Figuren auf geradezu berückenden Art und Weise nach außen, und das Ensemble […] gibt sich diesem Tanz auf dem eigenen Vulkan eindringlich hin.“

Tiroler Tageszeitung

„Greta Marcolongo als „Die Irrsinnige“ [sticht] besonders hervor. Die Boznerin, die in Südtirols Jazzszene wohlbekannt ist, brilliert mit mitreißenden Livedarbietungen […] als Sängerin, nicht aber als Tänzerin. Gerade an ihrer Figur, die ebenso einem Gemälde von Otto Dix entsprungen ist, wird aber schlüssig, wieso „Der blaue Engel“ die unterschiedlichen Erzählebenen braucht: Stockhausen gelingt dadurch eine realistische Wiedergabe der brüchigen Verhältnisse der Zeit.“